Taiwan kämpft gegen falsche WHO-Einstufung

Foto: epa/Ritchie B. Tongo
Foto: epa/Ritchie B. Tongo

TAIPEH (dpa) - Taiwan muss gegen eine falsche Einstufung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Hoch-Risiko-Land für das neue Coronavirus in China angehen.

Taiwanesische Diplomaten reden mit verschiedenen Ländern, deswegen nicht in Flugverbote eingeschlossen zu werden, die eine Einschleppung des Virus verhindern sollen, wie Außenminister Joseph Wu am Sonntag in Taipeh.

Da die demokratische Inselrepublik wegen des Drucks aus Peking nicht Mitglied der WHO ist und dort sogar als Teil Chinas geführt wird, ist Taiwan wie die Volksrepublik als sehr riskante Virusregion aufgeführt. Italien und Vietnam haben deswegen Flüge aus Taiwan ebenfalls gesperrt, obwohl die Insel gerade einmal zehn bestätigte Fälle mit der neuartigen Lungenkrankheit zählt.

Vietnam hob das Flugverbot kurz darauf wieder auf. Nur Italien konnte noch nicht überzeugt werden. «Es ist ein Fehler, der auf falschen Informationen beruht, anstelle einer aufrechten Einschätzung der Gefahr durch das Coronavirus», sagte Wu. Pekings Führung betrachtet Taiwan als Teil der Volksrepublik, obwohl die Insel nie dazu gehört hat, und isoliert es in internationalen Organisationen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.