Strafe für Stehen im Heck im Baht-Bus

Foto: Redaktion
Foto: Redaktion

PATTAYA: Nachdem der neue Vorsitzende der Pattaya-Baht-Bus-Kooperative Sutab Sukuojai vor einigen Wochen die strengere Einhaltung von Regeln in den Pick-up-Taxis angekündigt hat (DER FARANG berichtete), ließ die Polizei der Warnung Taten folgen und bestrafte bereits die ersten Missetäter.

Zur Kasse gebeten wurden jedoch nur selten die Fahrer, sondern überwiegend Touristen, die sich nicht an die neue Auflage hielten, dass kein Passagier mehr während der Fahrt auf dem Trittbrett am Heck des Fahrzeugs stehen darf, wie es für Jahrzehnte gang und gäbe war. Für sie setzte es ein Bußgeld in Höhe von 3.000 Baht. Viele waren sich keiner Schuld bewusst und kritisierten, dass sie niemand, geschweige denn die Fahrer, auf das neue Verbot hingewiesen habe.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Werner Schilling 06.08.18 20:17
Herr Franke, besten Dank
fuer ihre Bestaetigung. Sie dient vielleicht anderen Lesern dazu meine Kommentare nicht als Fake einzuordnen. Wenn ich davon ausgehe das die Mehrheit der Farang Foristen Expaten und keine Touristen sind, kann ich mich ueber manche Beitraege nur wundern.
Von der Farang Redaktion wuensche ich mir eine Fortsetzung dieses Berichts in ca. 4 Wochen. Wie ist die Handhabung der Polizei dann ? ... Persoenlich haette ich gerne eine monatliche Papierfarang Zeitung. Kein download kein .pdf ...
(Idee kam mir bei lesen von Stichworte Augsburg,Thai Festival, Farangstand, in deutscher Online Zeitung). Waere ein Strandgag fuer meine jaehrlichen Deutschland Besucher. Auch wenn dann die Artikel veraltet sind, zeigen sie doch oft das wirkliche Leben in Thailand. PS: monatliches einmaliges Papier ABO gesendet an meine Chonburi Home Adresse waere mir 2000THB pro Jahr wert. Wieschon gesagt: leben und leben lassen.
Jürgen Franke 06.08.18 14:02
Herr Schilling, Ihre Story kann ich voll
bestätigen, denn das sind die Tücken des Patong Hills. Nach dieser besagten Linkskurve, wo es plötzlich steil aufwärts geht, stehen heute immer wieder Fahrzeuge, ausgenommen, die mit Automatik. Alle anderen Fahrer könnten nicht rechtzeitig runterschalten und würgen ab. Themawechsel: Sie hatten Kontakte nach Chile, ich nach Panama. Wir haben uns jedoch beide richtig entschieden.
Werner Schilling 06.08.18 13:26
Nachtrag ...
Meine kleine Story: Als Tourist (2001-2009) fuhr ich oefters mit Leihauto (Opel Corsa, Toyota ...) die Strecke Kathu - Patong. Am Anfang des Berges war eine steile Linkskurve. Hat man hier im 2ten Gang nicht genug Gas gegeben wuergte der Motor ab. Da ich diese Strecke auch mehrmals auf dem Trittbrett (z.B. Leihauto defekt) mit gefahren bin, kann ich nur erzaehlen: Genau in dieser Kurve musste man manchmal abspringen (bei vollem Pickup) und schieben. Gefaehrlich ? Glaube nicht. Auf dieser Strecke habe ich jedoch in diesem Zeitraum 6 Patong TukTuks im Strassengraben mit vielen Touristen (teils toetlich verletzt) gesehen. Fazit: Sicherheit in Thailand nur mit vernuenftigen eigenen Entscheidungen moeglich. Deshalb bin ich auch heute noch, am liebsten als Fahrer und nicht Beifahrer unterwegs.
Alles andere zum Thema schrieb ich bereits in meinem ersten Kommentar. Haette ich damals 3000 THB Strafe zahlen muessen (fuer anschieben?) waere ich vielleicht nicht nach Thailand ausgewandert, Damals hatte ich auch Kontakte nach Chile. Nichts "des to trotz" ich fuehle mich in Thailand sauwohl nach dem Motto "leben und leben lassen". PS: die 3000THB sind zu 99% naechsten Monat bereits "Schnee von gestern". In Thailand essen die Menschen ihre Suppe nicht heiss sondern lauwarm. (keine Satire)
Thomas Thoenes 06.08.18 03:47
Nachtrag
Das wäre normalerweise ein bericht für den 1. April sollte man glauben. 100 Baht Strafe würden es auch tun um die Touristen zu informieren, wenn man schon aus Sicherheitsgründen das Stehen auf dem Trittbrett unterbinden möchte. Mal abgesehen von der Maßnahme die Trittbretter einfach zu entfernen bzw. dies den Betreibern zur Auflage machen.
Thomas Thoenes 06.08.18 03:47
Was für ein Hohn.
Vor allem die Kommentare über Hohlschuld der Gesetze. Wenn jeder Tourist alle Gesetze und deren Unterparagraphen wie ein Rechtsgelehrter studieren müsste gäbe es keine Touristen. Natürlich sollte man immer erstmal davon ausgehen, das im Zielland mindestens die gleichen Gesetze bzw. Verbote gelten wie im Heimatland und härter bestraft werden. Kann nicht verkehrt sein mit dieser Einstellung ein Land zu bereisen. Aber wenn wie im hier beschriebenen Beispiel etwas LANDESWEIT und TÄGLICH statt findet. Also tausende von Bahtbussen meist überfüllt mit Fahrgästen, besonders Kindern, auf dem Trittbrett im Heck durch die Strassen fahren, so kann man eigentlich davon ausgehen, dass hier keine Verbotsmissachtung statt findet, sondern es schlicht und einfach erlaubt ist. Wenn dann noch weder Schilder, Fahrer, Mitfahrgäste und oder Hotelbetreiber darüber informieren scheint das als sicher erlaubt. Wenn dann aber lediglich Touristen zur Kasse gebeten werden, riecht das doch schon sehr nach reiner Abzocke. Den Chinesen wird gerade der rote Teppich ausgelegt um die über 660.000 Stornos wieder rein zu holen. Ich glaube das mit jeder dieser 3000 Baht Strafe ein weiterer Tourist verloren geht. Denn ob gesetzlich geregelt oder nicht und auch mit dem Satz Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, geht das garnicht. Mal abgesehen von allem - wofür bitte ist denn das Trittbrett am Heck mit dem Handlauf gedacht?
Deko?
Jürgen Franke 05.08.18 22:01
Herr Müller, Ihre Lösung des Problems haben
Sie sicherlich etwas übertrieben, jedoch völlig richtig, dargelegt. Jeder Ankömmling sollte sehr wohl auf einige Besonderheiten aufmerksam gemacht werden. Dazu gehören u.a. das Rauchverbot am Strand und das etwas ungewöhnliche Verkehrsverhalten auf den Straßen. Auch dass das Fahren ohne Führerschein strafbar ist und die Taxifahrer teilweise ihre eigenen Fahrpreisvorstellungen haben.
Tom Tom 05.08.18 21:38
Unwissenheit
Wenn man in ein Land als Gast einreist oder sich aufhält, dann ist es seine Pflicht sich über Gesetze dieses Landes zu informieren. Das ist eine klare Holschuld, keine Bringschuld. Bevor ich Auto fahren darf, muss ich die Regeln kennen und kann später nicht behaupten, dass ich nicht wusste, dass man bei rot anhalten muss.
Phi Nott 05.08.18 21:11
Da wundert einen nix mehr
Der Kreativität zum Abzocken sind scheinbar wirklich keine Grenzen gesetzt. Wenn die 3.000 THB kein Druckfehler sind, dann ist das schon sehr starker Tobak und zeugt von der absoluten Geringschätzung der Ausländer. Das ist genau so ein Unsinn wie das Mitfahrverbot auf der Pickup-Ladefläche. Dieses Land erstickt noch an seinem blinden Aktionismus und hanebüchenen Verordnungen, die morgen schon wieder Makulatur sind. Natürlich ist es auch viel einfacher, unbedarfte Touristen abzuzocken als renitente Taxifahrer zur Ordnung rufen. Thailand war mal ein so liebenswertes Land.....
Roman Müller 05.08.18 19:34
Ich habe die Lösung....
jeder Tourist bekommt in seiner Landessprache bei Antritt der Reise, wenn er ins Flugzeug einsteigt eine Liste mit allen Verboten und den Bussgeldtarifen von Thailand ausgehändigt. Nun hat der Tourist während des Fluges Zeit, alles auswendig zu lernen. Bei der Einreise, noch vor der Passkontrolle muss jeder eine Prüfung über das Erlernte ablegen. Wer durchfällt darf die Passkontrolle nicht passieren, kann sich aber im Transit-bereich weiterbilden. Diese Prüfung darf täglich wiederholt werden bis das entsprechende Visum verfällt.
Aber Spass beiseite. Welcher Tourist weiss über die Gesetzgebung in Thailand bescheid, wohl niemand. Auch ich, als langjähriger Expat habe von diesem Verbot nichts gewusst, (allerdings fahre ich auch so gut wie nie mit der Taximaffia). Einem unwissenden Touristen dafür gleich 3000 Baht abzuknöpfen finde ich völlig irrwitzig. Die Höhe vom Bussgeld ist insofern ein schlechter Witz da bei wirklichen ernsthaften Vergehen, beispielsweise fahren ohne Führerschein lediglich (ich glaube zur Zeit) 500 Baht fällig sind. Es macht schon den Anschein dass die 3000 Baht die wesentlich grössere Rolle spielen wie auf ein mögliches Gefährdungspotential aufmerksam zu machen. Wenn überhaupt, dann müsste der Driver dafür besorg sein dass alle Fahrgäste eine sitzende Position eingenommen haben bevor er weiterfährt, der dürfte dafür wohl aber kein Verständnis aufbringen.
Josef Reiter 05.08.18 19:31
Meckern !!
Alle Meckern ,das es der Sicherheit dient ist doch das Wichtigste ! Also , hinsetzen und alles ist gut !!
Ich sage auch immer " Das habe ich nicht gewusst und muss trotzdem bezahlen !!!! " Wozu sollen denn die Bänke da sein ?
Uli 05.08.18 19:30
Jetzt weiß ich auch.......
warum sich die Marine ein neues Mini U-Boot leisten kann ;-) Es wurde wieder eine neue Einnahmequelle erdacht um die Kassen zu füllen......555
Norbert Kurt Leupi 05.08.18 19:30
Geheule ,Gejammer ,Geflenne...
Was heute verboten wird , ist morgen Schnee von gestern ! Wenn der Verbote zuviele sind ,so muss man sie einfach nicht beachten und wenn`s nicht mehr passt ,muss man es auf seine Art passend machen ! " In TH ist Phantasie gefragt , Wissen hat seine Grenzen " !
Werner Schilling 05.08.18 15:13
Missetäter ?
Ungeachtet der Tatsache ob das neue Gesetz sinnvoll ist, kann ich weder dem Fahrer (wer spricht schon Itai.,deutsch, franz. ...) des Pick-up-Taxis noch den Touristen (wer spricht schon Thai) einen Vorwurf machen. Hier liegt der "Hase" woanders im "Pfeffer" Persoenlich habe ich mich als Trittbrettfahrer sicherer gefuehlt als in einem Thai Minibus oder auf einen 2 Rad Taxi (wohin mit dem Knie?). 300(0) THB ? Sollte das Busgeld wirklich dieser Hoehe entsprechen so entspricht es nicht der Verhaeltnismaessigkeit des "Vergehens" (wieder einmal ein Stueck "Thai-Flair" verloren) wenn ich da an ein Busgeld von 300THB z.B. wegen Gewschwindigkeitsueberschreitung in einem Leihauto denke. Hoffentlich wird das Gesetz (Verfahren) nochmals durchdacht. Wie zum Beispiel Personenverbot auf Pickup Ladeflaechen. Helmpflicht fuer Kinder auf Mopet, u.a. Ich pers. durfte nicht mehr (als vierjaehriger) stehend vorne auf Onkels Roller mitfahren. Damals habe ich das nicht verstanden. Heute kann ich nur sagen, wenn die Infrastruktur (Volkseinkommen), sprich einfach die Vorausetzungen gegeben sind machen obige Gesetze durchaus Sinn. Bis dahin hoffe ich das Thailand den goldenen Mittelweg findet zwischen, ... Sicherheit, Touristenveraergerung, Tradition(Flair), und Fortschritt.

Ingo Kerp 05.08.18 15:11
Ist das eine sinnvolle Maßnahme? Der Tourist weiß von nichts, der Fahrer sagt nichts und die Polizei kassiert stillschweigend. Warum gibt es das Verbot hinten auf dem Taxi zu stehen? Gibt es eine Erhebung über Unfälle, die darauf zurückzuführen sind? Vielleicht ist es aber auch nur eine weitere kreative Idee, um an Geld zu kommen.
André Brunner 05.08.18 14:42
Wieder ein weiteres Verbot
Thailand macht sich als Touristenland immer mehr unbeliebt. Ein gutgläubiger Farang Tourist, der am Stand raucht, muss blechen. Dann, falls er auf einem gemieteten Roller im Besitz eines internationalen Führerscheines von der Polizei angehalten wird, muss er wieder blechen. Verweilt er auf dem auf dem Trittbrett am Heck eines Pick-up-Taxis, wird er wieder zur Kasse geboten, und so weiter und so fort...
Es wäre gut, wenn sie bei der Ankunft in Thailand, eine à jour gehaltenen Liste, mit allen Verboten, an den Touristen verteilen würden.
Jörg Thomas Kopp 05.08.18 14:41
14 Tage
in spätestens 14 Tage redet da kein Mensch mehr von ! Was der Schwachsinn mal wieder soll ??
Rainer Hoff 05.08.18 14:38
Trittbrettfahrten
Das is doch nur Abzocke , wofür sind denn dann die seitlichen Trittbrette und die Metallbügel in Hüfthöhe
Peter Dee 05.08.18 14:37
Strafe für Stehen im Heck im Baht-Bus
Ich glaub's ja nicht.
Da werden nun die Nutzer der zur Verfügung gestellten Transportflaechen eines solchen Gefährtes bestraft.
Und dann noch mir einem exorbitant hohen Bussgeld. Der Fahrer wird natürlich niemanden etwas sagen, der würde ja Geld verlieren und selbst nicht mal belangt.
Das kann ja nicht sein oder???
Ich meine, jeder der ein bissl Hirn hat sieht doch selbst das es irre gefährlich ist sich dahinten drauf zu stellen, auch wenn das seltsamerweise wohl Spass macht. Jederzeit kann da ein anderes Fahrzeug rein donnern. Da ist man dann der Erste der dran glaubt. Die Chancen so etwas unbeschadet zu überleben geht gegen Null . Aber ach was, im Urlaub denkt man über solche Dinge ja eh nicht nach. Wird schon nix passieren, sowieso nicht in Thailand. Da gibts keine Unfaelle. Und alle haben ja seit Jahrzehnten so ein (oft total von Rost zerfressenes) Trittbrett damit auch der letzte zahlende Gast trotz völliger Überfüllung noch mitgeschleppt werden kann. Business ist eben trumpf. Auf der Sukhumvit sieht man diese überfüllten pick-up Busse ja jeden Tag vor allem bei Schulschluss. Ist also alles ganz normal.
Also sollen jetzt alle Schüler auch mit THB 3.000,- abgezockt werden, die da jeden Tag mit fahren (muessen)?
Super Schwachsinn. Anstatt den Betreibern die Nutzung dieser Flächen einfach zu untersagen und bei antreffen zu strafen, werden nun die nicht informieren Nutzer belangt.
Dabei ist es doch so einfach diese Gestelle einfach abzuflexen. Fertig.
Mann o mann.