Standgebühren-Betrug beim Feuerwerksfestival

Foto: Pattaya Message
Foto: Pattaya Message

PATTAYA: Ein Betrugsskandal erschüttert das bevorstehende „Pattaya International Fireworks Festival“. Eine Gruppe von Händlern, angeführt von Khun Suphatma, hat der Stadtverwaltung von Pattaya Beweise vorgelegt, die einen Betrug bei den Standbuchungen aufdecken, durch den sie um 100.000 Baht erleichtert wurden.

Khun Suphatma und fünf weitere Händler wurden Opfer einer ausgeklügelten Masche, bei der Verkaufsstände für das Festival angeblich reserviert wurden. Im letzten Jahr hatte Khun Suphatma über einen Kontakt namens „Che Nam“ erfolgreich einen Stand betrieben. Aufgrund dieser positiven Erfahrung zögerte sie nicht, als Che Nam ihr im Oktober erneut Stände für das diesjährige Festival anbot. Für vier Stände zu je drei Metern wurden 25.000 Baht pro Stand verlangt, wobei eine Anzahlung von 15.000 Baht pro Stand zu leisten war.

Die Situation eskalierte jedoch schnell, als weitere 10.000 Baht pro Stand gefordert wurden, unter der Prämisse, dass die Standpreise gestiegen seien. Misstrauisch geworden durch die ausbleibenden offiziellen Ankündigungen der Stadtverwaltung und die plötzliche Preissteigerung auf 34.000 Baht, entschied sich Khun Suphatma, der Sache auf den Grund zu gehen.

Die Händlergruppe stellte fest, dass die Standflächen eigentlich von der Stadt Pattaya kostenlos zur Verfügung gestellt werden und keinerlei Verkauf stattfinden dürfe. Die Beschwerde bei der Stadtverwaltung zielte darauf ab, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und andere Händler vor ähnlichen Betrügereien zu schützen.

Während des Treffens mit der Stadtverwaltung versuchte die beschuldigte Che Nam, mit den betroffenen Händlern eine Einigung zu erzielen, allerdings ohne Erfolg. Die Stadtverwaltung hat zugesichert, die Beweislage zu prüfen und geeignete rechtliche Schritte einzuleiten, um den betroffenen Händlern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Dieser Vorfall wirft ein Schatten auf das ansonsten so farbenfrohe und freudige Feuerwerksfestival und zeigt, wie wichtig Transparenz und offizielle Kommunikation in der Organisation solcher Großveranstaltungen sind.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
joe bachmann 22.11.24 08:00
das ist doch weltweit so. es gibt keine nationalität in der nicht eigene landsleute über den tisch gezogen, abgezockt und betrogen werden. was soll also diese verwunderung hier?
Tom​ 22.11.24 01:30
Alles völlig "normal"
Selbst innerhalb der Familien wird immer wieder versucht, einen kleinen finanziellen Vorteil zu generieren. Da gleicht es sich aber in etwa aus, weil das Spiel in alle Richtungen läuft. Was die richtige Kriminalität betrifft, haben wir Farangs uns schon immer zu viel eingebildet. Wer Ausländer betrügt, betrügt auch seine Landsleute. Wir sind nicht die einzige Zielgruppe. Aber, wir machen es den fehlbaren Thais oft besonders leicht.
Roman Knöpfel 21.11.24 17:20
@ Ingo
Die Thais haben sich schon immer gegenseitig über den Tisch gezogen, mit den Farangs musste man sich einfach keine grosse Mühe geben. Wer die Thaizahlen an den Marktständen lesen kann, spart viel Geld.
Ingo Kerp 21.11.24 13:10
Bisher war es doch gang und gäbe, das die Farangs über den Tisch gezogen wurden. Jetzt betrügen sich die Thais schon gegenseitig. Was ist los? Steigt die Kriminalitätsrate wegen Arbeitslosigkeit und / oder mangelnder Wirtschaft?
Hans-Jürgen Thomas Kirchner 21.11.24 11:20
So ist das Leben. Nicht nur Farang werden abgezockt

Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.