Selenskyj sucht Nähe zu Syrien

​Ukraine bietet Hilfe gegen iranische Drohnen an

Selenskyj spricht im Weißen Haus bei Treffen mit Trump und europäischen Staats- und Regierungschefs über Sicherheit und Unterstützung. Foto: epa/Aaron Schwartz
Selenskyj spricht im Weißen Haus bei Treffen mit Trump und europäischen Staats- und Regierungschefs über Sicherheit und Unterstützung. Foto: epa/Aaron Schwartz

DAMASKUS: Die Ukraine bietet im Nahen Osten Unterstützung gegen iranische Drohnenangriffe an. Nach einem Besuch in der Türkei führt Kiews Präsident Selenskyj nun in Syrien Gespräche.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat nach Gesprächen in der Türkei nun in Damaskus den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa getroffen. «Es gibt ein großes Interesse, die Erfahrungen im militärischen und Sicherheitsbereich auszutauschen», sagte Selenskyj, der von einer großen ukrainischen Delegation begleitet wurde. Beide Seiten hätten vereinbart, für die Entwicklung ihrer Gesellschaften zusammenzuarbeiten, sagte der Ukrainer.

Gesprochen worden sei auch über die Ukraine als verlässlicher Lieferant von Lebensmittelprodukten, sagte Selenskyj. «Wir setzen unsere aktive ukrainische Diplomatie im Interesse echter Sicherheit und wirtschaftlicher Zusammenarbeit fort», teilte er in den sozialen Netzwerken mit. «Jedes Volk, jede Region verdient ein Leben in Frieden», sagte er angesichts der langjährigen Kriegserfahrungen Syriens.

Selenskyj bietet seit Tagen Hilfe im Nahen Osten an

Bei Verhandlungen in Ländern des Nahen Ostens hatte Selenskyj zuletzt mehrere Vereinbarungen über eine militärische Zusammenarbeit geschlossen. Ukrainische Drohnenexperten sind im Nahen Osten im Einsatz, um beim Schutz vor iranischen Drohnenangriffen zu helfen.

Selenskyj bot zuletzt außerdem mehrfach an, dass die Ukraine auch bei der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus helfen könnte. Gefragt worden sei das Land aber bisher nicht.

In Moskau kommentierte das Außenministerium die Reisen Selenskyjs mit der Frage, ob der Präsident in seinem eigenen Land nichts zu tun habe. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Der Staatschef hatte zuletzt mehrfach beklagt, dass die russische Invasion in der Ukraine weniger internationale Aufmerksamkeit wegen des Iran-Kriegs erhalte. Mit seinen Reisen will Selenskyj auch das Schicksal seines Landes wieder stärker ins Blickfeld rücken.

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