Cassis dient 2022 als Bundespräsident

Foto: epa/Anthony Anex
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BERN: Der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis hat zusätzlich das Amt des Bundespräsidenten übernommen. Der liberale Politiker aus dem italienischsprachigen Kanton Tessin wird sein Land im Jahr 2022 repräsentieren. In der Schweizer Regierung übernehmen die sieben Ministerinnen und Minister abwechselnd die Spitzenposition für jeweils ein Jahr.

Die Amtsübergabe des bisherigen Präsidenten und amtierenden Wirtschaftsministers Guy Parmelin an Cassis erfolgte per Telefon am Silvesterabend. «Beide sind sich einig: Mit starkem Zusammenhalt meistern wir die Herausforderungen der Pandemie», twitterte danach der Regierungssprecher.

Auf Cassis' Agenda steht 2022 auch das zuletzt etwas getrübte Verhältnis der Schweiz zur Europäischen Union. Bern hatte die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Regelung der Beziehungen mit der EU im Mai 2021 abgebrochen. Die Europäische Kommission fordert neue Schweizer Vorschläge noch im Januar.

Als Bundespräsident leitet der 60-jährige Cassis Kabinettssitzungen und übernimmt repräsentative Aufgaben. Anders als in anderen Staaten ist er jedoch nicht Staatsoberhaupt. Diese Funktion trägt die Regierung als Kollektiv.

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