Schiele-Film verboten

YANGON: Das Goethe-Institut in Yangon hat die Vorführung eines Films über das Leben des Malers Egon Schiele abgesagt. Die Zensurbehörde habe sich über die Nacktszenen in dem Film „Egon Schiele: Death and the Maiden“ erregt.

Der Film sollte im September im Rahmen des „European Film Festival“ gezeigt werden, das gemeinsam von der EU-Vertretung in Myanmar und dem Goethe-Institut organisiert worden war. Die Zensur habe verlangt, die Nacktszenen zu entfernen, sagte Franz-Xaver Augustin, Direktor des Goethe-Instituts gegenüber „Frontier Times“. „Aber... wir akzeptieren in unserem Institut keine Zensur und haben uns deshalb entschieden, den Film gar nicht zu zeigen.“ Der Film erzählt ironischerweise auch die Geschichte der Zensur, der Egon Schiele zu Lebzeiten ausgesetzt war. Mit seinem Lebensstil und seiner Kunst stellte der Österreicher die am Beginn des 20. Jahrhunderts gültigen sozialen Normen in Frage.

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