PATTAYA: Am Mittwochabend (21. Mai 2025) haben mehr als 100 Beamte der Polizeiinspektion Pattaya, der Touristenpolizei, der Einwanderungsbehörde Chonburi, der Stadtverwaltung, der öffentlichen Ordnungskräfte von Pattaya sowie des Amtes für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit eine gemeinsame Aktion unter dem Namen „Coco Night Operation“ gestartet. Ausgangspunkt war der Vorplatz der Polizeiwache Pattaya.
Ziel der Operation war die Säuberung der Strandpromenade von sogenannten „Coconut Ghosts“ – Straßensexarbeiterinnen und -arbeiter aus dem In- und Ausland, die dort ausländischen Touristen sexuelle Dienstleistungen anbieten. Geleitet wurde der Einsatz von Pol. Lt. Col. Siriwat Khachamat, dem stellvertretenden Chef der Polizeiwache Pattaya.


Die Beamten teilten sich in vier Gruppen auf und durchkämmten zu Fuß den Abschnitt vom Central Pattaya Beach bis zum Beginn der Walking Street. Beim Anblick der Einsatzkräfte versuchten viele der Betroffenen zu fliehen. Insgesamt konnten 45 Personen festgenommen werden, darunter 34 Thailänderinnen und 11 Ausländer, unter anderem aus Russland, Myanmar, Kambodscha und Laos.


Die Festgenommenen, darunter auch Transfrauen, wurden zunächst registriert. Ihnen wird gemäß Paragraf 5 des Prostitutionsgesetzes vorgeworfen, in der Öffentlichkeit Personen angesprochen, sich vorgestellt oder zum Geschlechtsverkehr gedrängt zu haben. Sie wurden mit der maximalen Geldstrafe von jeweils 1.000 Baht belegt. Ausländischen Verdächtigen droht zusätzlich der Visumsentzug und die Abschiebung.

Hintergrund der Aktion ist eine Serie von nächtlichen Straftaten an der Strandpromenade, darunter Raubüberfälle und gewalttätige Auseinandersetzungen, meist unter Alkoholeinfluss. Besonders erschütternd war ein Vorfall in der Nacht zuvor, bei dem ein Täter eine junge Frau in einen Wald lockte und vergewaltigte. Die Polizei gab bekannt, bereits eine heiße Spur zum mutmaßlichen Täter zu haben.

Mit der Operation will die Touristenmetropole Pattaya ihr angekratztes Sicherheitsimage wiederherstellen und zeigen, dass die Stadt sowohl tagsüber als auch nachts sicher und attraktiv für Besucher bleibt.