Raus im 1000. WM-Spiel: Tunesien scheidet gegen Japan aus

Foto: Pixabay/Michal Jarmoluk
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MONTERREY: Auch der Trainerwechsel mitten im Turnier hilft nicht. Tunesien verliert 0:4 gegen Japan und kann die Heimreise planen. Für die Japaner eröffnet vor hohem Besuch ein früherer Bundesligaprofi.

Tunesien hat im 1000. Spiel der WM-Geschichte gegen Japan die nächste hohe Niederlage kassiert und kann die K.o.-Phase nicht mehr erreichen. 96 Jahre nach der ersten Fußball-Weltmeisterschaft unterlag die Mannschaft des erst während des Turniers engagierten Trainers Hervé Renard den Samurai Blue verdient mit 0:4 (0:2).

Bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Niederlande steht fest, dass Tunesien Tabellenletzter in Gruppe F bleibt. Japan hat das Erreichen des Sechzehntelfinales im Duell mit Schweden selbst in der Hand.

Im mexikanischen Monterrey erzielten Daichi Kamada (4. Minute), Ayase Ueda (31./83.) und Junya Ito (69.) die Tore für Japan. Die Tunesier, die sich nach 1:5 im ersten Spiel gegen Schweden von Coach Sabri Lamouchi getrennt hatten, spielten erneut schwach.

Japan vor hohem Besuch von Beginn an überlegen

Er und seine Spieler würden dafür sorgen, «dass es ein brillantes Spiel wird, das es verdient, das 1.000. Spiel der Weltmeisterschaften zu sein», hatte Japan-Coach Hajime Moriyasu angekündigt. Und tatsächlich legte seine Mannschaft vor den Augen von Prinzessin Hisako Takamado mit viel Power los. Keito Nakamura passte scharf in die Mitte und der frühere Frankfurter Bundesliga-Profi Kamada traf aus kurzer Distanz zum 1:0.

Die Tunesier, die das Chaos der vergangenen Tage mit Trainerwechsel und Berichten über Unstimmigkeiten im Team offenbar nicht verdaut hatten, kamen überhaupt nicht in die Partie. Es spielte nur Japan. Nach zehn Minuten hätte es auch schon 2:0 oder 3:0 stehen können. Unter anderem Tunesien-Keeper Aymen Dahmen bewahrte sein Team mit einem Top-Reflex vor einem weiteren schnellen Gegentor.

Ueda nutzt passives Abwehrverhalten

WM-Veteran Renard, der 2018 Marokko und vier Jahre später Saudi-Arabien auf der größtmöglichen Fußball-Bühne betreut hatte, war überhaupt nicht zufrieden. Im oben aufgeknöpften weißen Hemd versuchte der 57 Jahre alte Franzose, brüllend Einfluss zu nehmen.

Es half nicht. Japan legte nach. Ueda lief mit dem Ball Richtung Strafraum, wurde nur begleitet, aber nicht angegriffen und bedankte sich dafür. Aus halbrechter Position und 16 Metern traf der Stürmer platziert in die Ecke.

Zur zweiten Hälfte wechselte Renard doppelt. Viel änderte sich nicht. Japan startete zwar nicht so druckvoll wie im ersten Durchgang. Das Moriyasu-Team kontrollierte jedoch die Partie und entschied sie gute 20 Minuten vor dem Ende endgültig. Ito vollendete einen sehenswerten Angriff nach starker Vorarbeit von Ueda zum 3:0. Und der beste Mann auf dem Platz durfte auch selbst nochmal: Das 4:0 erzielte Ueda per Kopf.

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