PATTAYA: Eine bewegende Geschichte zeigt eine andere Seite der thailändischen Polizei: Ein 14-jähriges Mädchen, das erst vor zwei Wochen ein Kind zur Welt gebracht hatte, geriet in eine verzweifelte Lage, nachdem ihr Freund sie aus der gemeinsamen Unterkunft geworfen hatte. Ohne Geld und ohne zu wissen, an wen sie sich wenden sollte, suchte sie Hilfe.
In ihrer Not wandte sich die Jugendliche an die Polizeiwache Na Jomtien. Ermittler der Polizeistation hörten sich ihre Geschichte aufmerksam an und beschlossen, ihr umgehend zu helfen.
Polizei bezahlt die Heimreise
Bei den Gesprächen stellte sich heraus, dass die junge Mutter zu ihrer Familie in die Provinz Kanchanaburi zurückkehren wollte, jedoch nicht einmal das Geld für die Busfahrt aufbringen konnte. Die Beamten legten daraufhin zusammen und kauften ihr ein Busticket zum Busbahnhof Mo Chit in Bangkok. Von dort konnte sie ihre Reise nach Kanchanaburi fortsetzen und sicher zu ihrer Familie zurückkehren.

Darüber hinaus sammelten die Ermittler aus eigener Tasche 1.000 Baht und übergaben das Geld der jungen Mutter als Unterstützung für die Reisekosten sowie für die ersten Ausgaben zur Versorgung von ihr und ihrem Neugeborenen. Die Hilfsaktion löste bei Augenzeugen auf der Wache und in den sozialen Medien große Anerkennung aus.
Neue Hoffnung für Mutter und Kind
Auch wenn die Hilfe für viele nur eine kleine Geste sein mag, bedeutete sie für die 14-jährige Mutter in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens einen wichtigen Hoffnungsschimmer. Dank der Unterstützung der Polizisten konnte sie gemeinsam mit ihrem Baby zu ihrer Familie zurückkehren und dort einen Neuanfang wagen.

Der Vorfall verdeutlicht, dass die Aufgaben der Polizei nicht nur in der Bekämpfung von Kriminalität liegen. In Notsituationen stehen die Beamten auch Menschen bei, die sich in einer persönlichen Krise befinden und dringend Hilfe benötigen.