Rettung für seltene Meeresschildkröte

Erschöpftes Tier am Jomtien Beach in kritischem Zustand entdeckt

Einsatzkräfte sichern die erschöpfte Meeresschildkröte nach ihrem Fund am Jomtien Beach. Bild: TMN.TV
Einsatzkräfte sichern die erschöpfte Meeresschildkröte nach ihrem Fund am Jomtien Beach. Bild: TMN.TV

PATTAYA: Am Jomtien Beach in Pattaya ist am frühen Mittwochmorgen (24. Juni 2026) eine erschöpfte Meeresschildkröte angespült worden. Einsatzkräfte des Stadtordnungsdienstes, der Land- und Seenotrettung der Stadt Pattaya sowie der thailändischen Marine retteten das Tier und brachten es zur weiteren Untersuchung und Rehabilitation in fachkundige Obhut.

Gegen 4.20 Uhr wurden die Behörden von einem Strandbesucher informiert, der die große Meeresschildkröte nahe dem Wassersportzentrum am Jomtien Beach entdeckt hatte. Die Einsatzkräfte fanden das Tier noch lebend vor. Es war jedoch deutlich geschwächt und nicht mehr in der Lage, selbstständig ins Meer zurückzukehren.

Tier zunächst in Sicherheit gebracht

Die Schildkröte wurde vorsichtig geborgen und zunächst in einen geschützten Bereich des Meeresrettungszentrums gebracht. Dort wurde ihr Zustand beobachtet und sie vor Wellengang sowie Störungen durch Strandbesucher geschützt.

Die geschwächte Schildkröte wird vor dem Abtransport von den Helfern untersucht. Bild: TMN.TV
Die geschwächte Schildkröte wird vor dem Abtransport von den Helfern untersucht. Bild: TMN.TV

Nach ersten Einschätzungen könnte die Schwächung auf eine Erkrankung, Nahrungsmangel, Verletzungen oder die Auswirkungen von Meeresmüll und Umweltverschmutzung zurückzuführen sein. Die genaue Ursache soll jedoch erst nach Untersuchungen durch Tierärzte und Fachleute für seltene Meerestiere festgestellt werden.

Marine unterstützt Rehabilitation

Für den Transport zur weiteren Versorgung wird das Tier auf die Ladefläche eines Pick-ups gebracht. Bild: TMN.TV
Für den Transport zur weiteren Versorgung wird das Tier auf die Ladefläche eines Pick-ups gebracht. Bild: TMN.TV

Im Laufe des Nachmittags übernahmen Mitarbeiter des Koordinationszentrums für die Rettung seltener Meerestiere gemeinsam mit Einsatzkräften des Zentrums für Luftabwehr und Küstenschutz der thailändischen Marine die weitere Versorgung. Nach einer eingehenden Untersuchung wurde das Tier in ein Rehabilitationsprogramm übernommen. Dort soll sein Gesundheitszustand weiter beurteilt und es auf eine spätere Auswilderung vorbereitet werden.

Vermutlich eine Karettschildkröte

In der Auffangstation wird die Meeresschildkröte für die weitere Behandlung in ein Wasserbecken gesetzt. Bild: TMN.TV
In der Auffangstation wird die Meeresschildkröte für die weitere Behandlung in ein Wasserbecken gesetzt. Bild: TMN.TV

Nach vorläufiger Einschätzung handelt es sich vermutlich um eine Karettschildkröte, eine seltene Meeresschildkrötenart, die in Thailand unter Schutz steht. Das Tier wird auf ein Alter von etwa 15 bis 30 Jahren geschätzt. Der Panzer ist etwa 50 bis 70 Zentimeter lang, das Gewicht dürfte zwischen 20 und 40 Kilogramm liegen. Eine endgültige Bestimmung der Art, des Alters und des Gesundheitszustands steht jedoch noch aus.

Meerestiere nicht selbst bergen

Die Schildkröte ruht nach ihrer Ankunft in einer gepolsterten Transportwanne. Bild: TMN.TV
Die Schildkröte ruht nach ihrer Ankunft in einer gepolsterten Transportwanne. Bild: TMN.TV

Die Behörden bitten die Bevölkerung, gestrandete oder verletzte Meerestiere wie Schildkröten, Delfine oder Dugongs nicht selbst anzufassen, umzusetzen oder zurück ins Meer zu bringen. Dadurch könnten die Tiere zusätzlich verletzt werden. Stattdessen sollte umgehend die zuständige Behörde verständigt werden, damit eine fachgerechte und sichere Rettung erfolgen kann.

Appell zum Schutz der Meereswelt

Helfer decken das Tier zum Schutz während der Erstversorgung mit einem Tuch ab. Bild: TMN.TV
Helfer decken das Tier zum Schutz während der Erstversorgung mit einem Tuch ab. Bild: TMN.TV

Der Fund der Meeresschildkröte verdeutlicht erneut die Verletzlichkeit der marinen Ökosysteme und unterstreicht die Bedeutung des Schutzes der Meeresumwelt, damit seltene Meerestiere auch künftig in den Gewässern Thailands erhalten bleiben.

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