PATTAYA: Die deutschsprachige Barszene in Pattaya trauert: Holger „Staubi“ Staub, seit 1996 Betreiber der legendären Pit Bull Bar in Naklua, ist im Alter von 63 Jahren an einer chronischen Erkrankung verstorben. Mit seiner „Hamburger Schnauze“ und dem Herz für den HSV galt er als Urgestein der deutschen Wirte in Naklua.
Am 28. September 2025 fand im Wat Nalikawanaram (Takhian Tia), Banglamung, die Einäscherungszeremonie statt. Mehrere hundert Personen nahmen Abschied – darunter Rocker verschiedener Motorradclubs, Muay-Thai-Legenden von Fairtex, Expats, Stammgäste sowie Weggefährten aus Hamburg, die eigens angereist waren.



Die Zeremonie stand unter dem Vorsitz von Pramot Phattanasin, Schlichter am Bezirksgericht Pattaya, Gründer des Lions Clubs Naklua-Pattaya und Berater des Provinzpolizeikomitees Chonburi.
Persönlichkeiten aus vielen Bereichen
Unter den Gästen befanden sich Khun Somsin Thipmanee, Vorstandsvorsitzender der Thipmanee Media Network Co., Ltd., Khun Siamrut Thipmanee, General Manager, Somkid Unruen, Präsident des Vereins der Südthailänder, sowie Lisa Hamilton, Vorsitzende des Verbandes der Nachtunternehmer in Pattaya.




Musik, die Staubi liebte
Staubi hatte die Zeremonie selbst bis ins Detail geplant. Als der Sarg dreimal um das Krematorium getragen wurde, ertönte „Highway to Hell“ von AC/DC – ganz nach seinem Geschmack. Ein eigens komponiertes Hamburger Lied, „From Pit Bull Bar to the open sky“, lief in Endlosschleife, bis die Flammen das Holz erfassten. „Staubis letzter Wunsch war, dass die Besucher fröhlich Abschied nehmen, anstatt zu trauern“, sagte seine Frau Khun Ae.




Für ein Schmunzeln und viele Fotos sorgte zudem ein lebensgroßer Pappaufsteller von Staubi in festlichem Anzug und mit Hut, der den Gästen für Selfies zur Verfügung stand.
Söhne nahmen bewegend Abschied
Seine beiden Söhne Joey und Timo standen im Mittelpunkt der letzten Ehrung. Joey ließ sich am Morgen im Wat Nalikawanaram ordinieren, um Verdienste (บุญ, bun) an seinen Vater zu übertragen – in Thailand bekannt als „บวชหน้าไฟ“ (bùat nâa fai, „Ordination vor dem Feuer“). Er nahm somit in der Robe eines Mönchs an der Zeremonie teil. Timo würdigte in einer bewegenden Rede Leben und Verdienste seines Vaters.




Religiöse Würde und hanseatischer Humor



Die Zeremonie leitete Phra Khru Chaisitthiworakun, Abt des Wat Nalikawanaram und stellvertretender Bezirksvorsteher der Mönche. Nach den Sutren legten die Trauergäste Sandelholzblumen nieder. Jeder Besucher erhielt als Andenken einen Bierkrug mit dem Emblem der Pit Bull Bar – ein letzter Gruß ganz in Staubis Sinn. Ein Freund, der bleiben wird



Die Redaktion von DER FARANG verabschiedet sich in tiefer Trauer von einem außergewöhnlichen Menschen und engen Freund. Staubi wird in der nächsten Druckausgabe FA21/2025 mit einem ausführlichen Nachruf geehrt.
Ruhe in Frieden. Wir werden Dich nie vergessen.
Hotte Flink hat in seinem YouTube Channel „Pattaya inside“ einen Videobeitrag über den Tod von Staubi veröffentlicht: