Malta wählt neues Parlament

​Labour-Partei gilt trotz jungem Herausforderer als Favorit

Maltas Premierminister Robert Abela trifft zu einem informellen EU-Gipfel in Brüssel ein. Foto: EPA/Olivier Matthys
Maltas Premierminister Robert Abela trifft zu einem informellen EU-Gipfel in Brüssel ein. Foto: EPA/Olivier Matthys

VALLETTA: Malta hat gewählt: Bleibt die Labour-Partei von Regierungschef Robert Abela an der Macht oder gelingt dem 30-jährigen Ex-Mr.-World-Malta Alex Borg die Überraschung? Ausgezählt wird erst am Sonntag.

Das kleinste EU-Land Malta hat ein neues Parlament gewählt. Mehr als 300.000 Menschen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahllokale schlossen um 22.00 Uhr am Abend. Vorherigen Umfragen zufolge dürfte die sozialdemokratische Labour-Partei von Ministerpräsident Robert Abela erneut den Sieg holen und die konservative Oppositionspartei Nationalist Party von Alex Borg auf Platz zwei verweisen.

Ergebnisse oder Prognosen gab es am Samstagabend zunächst nicht. Die Auszählung der Stimmen beginnt erst am Sonntagmorgen, ein inoffizielles Ergebnis wird dann gegen Vormittag erwartet - je nach Trend dürfte eine Seite ihren Sieg erklären. Mit dem offiziellen Ergebnis wird später gerechnet.

Malta wird seit 13 Jahren von Labour regiert

Abela hatte Ende April die eigentlich für kommendes Jahr erwartete Parlamentswahl vorgezogen. Er hatte globale geopolitische Sorgen als Begründung dafür genannt und erklärt, seine Regierung brauche ein neues Mandat, um Malta und die Bürger durch eine drohende Energiekrise zu führen.

Im Wahlkampf präsentierte Abela (48) Labour als Partei der wirtschaftlichen Stabilität und Glaubwürdigkeit. Regierungschef von Malta ist Abela seit 2020. Die rivalisierende Nationalist Party konzentrierte ihren Wahlkampf hingegen vor allem auf den 30 Jahre alten Borg. Sie stellte Borg - Anwalt und Mr.-World-Malta-Gewinner von 2020 - als neuen, energiegeladenen Politiker dar, der das Land nach 13 Jahren Regierung der Labour-Partei neu ausrichten könne.

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