Öl tritt weiter aus Wrack vor Phuket aus

Ölsperren sollen Ausbreitung verhindern

Einsatzkräfte entfernen angespülte Ölreste im Uferbereich einer Bucht auf Koh Racha, nachdem sich nach dem Schiffsuntergang erneut Verschmutzungen am Strand gezeigt hatten. Bild: Department of Marine and Coastal Resources (DMCR)
Einsatzkräfte entfernen angespülte Ölreste im Uferbereich einer Bucht auf Koh Racha, nachdem sich nach dem Schiffsuntergang erneut Verschmutzungen am Strand gezeigt hatten. Bild: Department of Marine and Coastal Resources (DMCR)

PHUKET: Das thailändische Department of Marine and Coastal Resources (DMCR) hat angesichts anhaltender Umweltschäden im Bereich von Mu Koh Racha vor weiteren Belastungen gewarnt. Hintergrund ist der Untergang des unter panamaischer Flagge fahrenden Frachters Sealloyd Arc am 7. Februar 2026 vor Phuket.

Das Schiff mit 297 Containern an Bord sank in 61 Metern Tiefe zwischen Promthep Cape und Koh Kaeo Noi. Nach Behördenangaben befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks noch eine erhebliche Menge Schweröl an Bord. Dies nährt die Sorge vor Leckagen und möglichen Auswirkungen auf marine Ökosysteme sowie den Küstentourismus.

Ölteppiche bei Patok-Bucht gemeldet

Nach Angaben des Managementzentrums für das Meeresschutzgebiet Mu Koh Racha und des Marine Resources Conservation Centre Phuket traten bis Donnerstag (26. Februar 2026) weiterhin Ölteppiche in der Nähe des Wracks an die Oberfläche. Die stärkste Verschmutzung wurde in der Patok-Bucht (Ao Plabpla) festgestellt, wo sich vor dem Strandbereich des Hotels The Racha dichte, konzentrierte Ölschlieren sammelten. In den Buchten Ao Tue, Ao La und Ao Siam wurden zudem Teerklumpen entlang sandiger Abschnitte und felsiger Uferbereiche entdeckt.

Schwarze Teerklumpen liegen verstreut auf einem Strand von Koh Racha, nachdem Öl aus dem gesunkenen Schiff ausgetreten war. Bild: Department of Marine and Coastal Resources (DMCR)
Schwarze Teerklumpen liegen verstreut auf einem Strand von Koh Racha, nachdem Öl aus dem gesunkenen Schiff ausgetreten war. Bild: Department of Marine and Coastal Resources (DMCR)

Weitere Spuren von Verschmutzungen wurden an einem rund 80 bis 100 Meter langen Abschnitt des Kahang-Strandes auf Coral Island (Koh He) registriert. Dort waren lokale Tourismusbetriebe betroffen, was zu verstärkten Reinigungsmaßnahmen führte.

Ölsperren schützen Phukets Strände

Das Thai Maritime Enforcement Command Centre (Thai-MECC) Region 3 setzte gemeinsam mit dem DMCR und weiteren Behörden Küstenreinigungsteams ein und installierte Ölsperren, um ein Abdriften der Verschmutzung in Richtung bedeutender Tourismusziele wie Nai Harn Beach, Rawai Beach und Kata Beach zu verhindern.

Reinigungsteams sammeln teerartige Rückstände per Hand aus dem Sand, um eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung an der Küste von Koh Racha zu verhindern. Bild: Department of Marine and Coastal Resources (DMCR)
Reinigungsteams sammeln teerartige Rückstände per Hand aus dem Sand, um eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung an der Küste von Koh Racha zu verhindern. Bild: Department of Marine and Coastal Resources (DMCR)

Nach Verzögerungen infolge von Kostenverhandlungen zwischen dem Schiffseigner und Unterwasserspezialisten nahmen Fachtaucher am Vortag Arbeiten zur Abdichtung von Leckstellen am Wrack vor. Dadurch soll das Risiko weiterer Austritte reduziert werden.

Strände auf Coral Island wieder freigegeben

Nach Behördenangaben befinden sich die Strände von Coral Island inzwischen wieder in einem normalen Zustand, eine unmittelbare Gefährdung für Anwohner oder Besucher bestehe derzeit nicht. Gleichwohl werde die Situation weiterhin eng überwacht, um mögliche langfristige Folgen für die empfindlichen Meeres- und Küstenökosysteme vor Phuket zu bewerten.

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