Parteikongress: Kim verbreitet Zuversicht

Beim neunten Parteitag der Arbeiterpartei in Pjöngjang präsentiert Kim Jong Un neue strategische Ziele für Staat und Partei. Foto: Kcna
Beim neunten Parteitag der Arbeiterpartei in Pjöngjang präsentiert Kim Jong Un neue strategische Ziele für Staat und Partei. Foto: Kcna

PJÖNGJANG: Kim Jong Un zeigt sich bei einem Parteitag optimistisch. Er spricht von einer widerstandsfähigen Wirtschaft, die sich angepasst habe - wohl auch dank China und Russland.

In Nordkorea hat der traditionell alle fünf Jahre stattfindende Kongress der regierenden Arbeiterpartei begonnen. In einer Eröffnungsrede äußerte sich Machthaber Kim Jong Un zuversichtlich über die Entwicklung des Landes, wie Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Während der letzten fünf Jahre habe die Volkswirtschaft Schwierigkeiten überwunden und sich «grundlegend verändert», sagte Kim demnach.

Nordkoreas Staatsmedien zufolge nehmen rund 5.000 Parteikader an der Tagung teil. Dabei soll der künftige Kurs des Landes festgelegt werden - wirtschaftlich, militärisch und auch in Bezug auf die Außenpolitik.

Unter anderem wird erwartet, dass Kim mögliche Hinweise zum Ausbau seines Atomwaffenprogramms geben könnte. Ebenso von Bedeutung ist, ob der Parteivorsitzende Dialogbereitschaft gegenüber US-Präsident Donald Trump sowie dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung signalisiert.

Enges Bündnis mit Russland

Wegen seiner vergleichsweise engen Beziehungen zum mit Abstand wichtigsten Handelspartner China sowie zu Russland befindet sich das Land trotz internationaler Sanktionen im Vergleich mit den Vorjahren in einer komfortablen Situation.

Mit Russland ist Nordkorea eine beispiellose Militärkooperation eingegangen. Der südkoreanische Geheimdienst schätzt, dass Nordkorea nicht nur große Mengen Munition und Artilleriegeschosse, sondern auch rund 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands für den Angriffskrieg gegen die Ukraine entsandt hat. Im Gegenzug dürfte Nordkorea unter anderem wirtschaftliche Hilfen erhalten haben. Nordkorea zählt im internationalen Vergleich zu den ärmsten Ländern der Welt.

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