China lobt Nordkoreas Ausdauer gegen USA

Kim Jong Un beobachtet mit Tochter Kim Ju Ae ein Militärmanöver mit neuem Panzer in Nordkorea. Foto: epa/Kcna
Kim Jong Un beobachtet mit Tochter Kim Ju Ae ein Militärmanöver mit neuem Panzer in Nordkorea. Foto: epa/Kcna

PJÖNGJANG: Erstmals seit sechs Jahren hat der chinesische Außenminister Wang Yi Nordkorea besucht. Dabei lobte er die «neuen Errungenschaften» Pjöngjangs - trotz westlicher Unterdrückungsversuche.

China hat die Ausdauer Nordkoreas gegen Druck aus den USA gelobt und dem sanktionierten Nachbarn mehr Zusammenarbeit zugesagt. Trotz verschärfender Isolations- und Unterdrückungsversuche der Vereinigten Staaten und anderer westlicher Kräfte habe das koreanische Volk unter Führung von Generalsekretär Kim Jong Un neue Errungenschaften beim sozialistischen Aufbau erreicht, sagte Außenminister Wang Yi laut Angaben der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA während seines Besuchs in der Hauptstadt Pjöngjang. Chinas amtliche Nachrichtenagentur Xinhua erwähnte die Aussage während des Banketts mit Wangs nordkoreanischer Amtskollegin Choe Son Hui nicht.

Wangs erster Nordkorea-Besuch seit sechs Jahren kommt gut einen Monat vor der geplanten China-Reise von US-Präsident Donald Trump. China gilt als wichtiger Unterstützer des international isolierten Nordkorea. Jüngst hatten beide Seiten Zug- und Flugverbindungen wieder aufgenommen, die mit Beginn der Corona-Pandemie gestrichen worden waren.

Mehr Zusammenarbeit geplant

Laut den Staatsmedien vereinbarten beide Seiten mehr Zusammenarbeit und Austausch, ohne Details zu nennen. Grundlage war demnach das Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und Kim Jong Un im vergangenen September in Peking.

Nordkorea und China verbinden historisch enge Beziehungen: Während des Koreakriegs (1950-1953) kämpften Truppen der chinesischen Volksbefreiungsarmee an der Seite des kommunistischen Nordkoreas. Bis heute ist Nordkorea zudem das einzige Land, dem China mit einem Abkommen militärische Unterstützung im Verteidigungsfall zugesichert hat.

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Ingo Kerp 10.04.26 12:40
Das Gegengewicht zum politischen Westen, dürfte eindeutig China sein. Die Wirtschaft folgt allerdings nicht immer dem politischen Willen, wie die Investitionen westlicher unternehmen in China zeigen. China und Rußland haben mit den BRICS-Staaten und deren Partnerländern inzwischen eine starke wirtschaftliche und militärische Macht aufzuweisen. An diesen Bündnissen beteiligen sich inzwischen auch Staaten wie Nord-Korea und der Iran. Europa und die EU haben sich entschlossen, sich den Amerikanern anzuschließen, von denen sie jetzt unter Trump beschimpft, beleidigt, bedroht und mit Strafzöllen belegt werden. Es ist deren Entscheidung, wohin sie tendieren wollen oder vielleicht mal Eigeninitiative zeigen.

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