Medwedew besucht Nordkorea

Dmitri Medwedew wird in Pjöngjang von Vizeminister Im Chon Il zum Jubiläum der Arbeiterpartei empfangen. Foto: epa/Ekaterina Shtukina
Dmitri Medwedew wird in Pjöngjang von Vizeminister Im Chon Il zum Jubiläum der Arbeiterpartei empfangen. Foto: epa/Ekaterina Shtukina

PJÖNGJANG: Ex-Kremlchef Medwedew besucht Nordkorea. Doch auch die Visite beim östlichen Nachbarn nutzt der Putin-Vertraute zu einem rhetorischen Seitenhieb gen Westen.

Vor dem Hintergrund von Spekulationen über die Entsendung weiterer nordkoreanischer Soldaten in den Ukraine-Krieg ist Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew nach Pjöngjang gereist. Er sei zu den Feierlichkeiten rund um den 80. Geburtstag der Partei der Arbeit Koreas gekommen, teilte er mit. «Die Freunde sind zusammen. Die Feinde werden nervös», schrieb er auf der neuen russischen Plattform Max.

Der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats in Moskau immer noch einflussreiche Medwedew hat sich in den vergangenen Jahren als Scharfmacher gegen den Westen etabliert. Immer wieder fällt er mit rhetorischen Angriffen gegen die Ukraine und den Westen auf.

Militärische Partnerschaft

Russland und das lange Zeit isolierte Nordkorea haben seit Beginn des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen die Ukraine ihre Zusammenarbeit verstärkt. Nachdem Pjöngjang zunächst Raketen und Artilleriemunition an Russland für den Beschuss der Ukraine lieferte, entsandte Staatschef Kim Jong Un später auch Soldaten.

Nach ukrainischen Geheimdienstschätzungen waren etwa 14.000 Nordkoreaner an der Rückeroberung von Landstrichen in der westrussischen Region Kursk beteiligt. Etwa 2.000 von ihnen sollen getötet worden sein. Äußerungen von Kim befeuerten zuletzt Spekulationen über einen weiteren Einsatz, an dem laut Medien bis zu 30.000 Nordkoreaner beteiligt sein könnten. Dies wäre nach internationaler Lesart aber selbst vom Beistandspakt zwischen Russland und Nordkorea nicht mehr gedeckt.

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Ingo Kerp 09.10.25 14:30
So ist das immer in Kriegen. Beide Seiten beschäftigen Soeldner und heuern an was moeglich ist, neben den sich freiwillig meldenden Menschen, die bereit sind, für ein fremdes Land in den Krieg zu ziehen.

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