Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Sonntag

Foto: Pixabay
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Nach Nötigungsvorwürfen: Französischer Moderator darf nicht auftreten

PARIS: Nach Vorwürfen der sexuellen Nötigung darf der französische Fernsehmoderator Jean-Jacques Bourdin vorerst nicht mehr in den Sendern BFMTV und RMC auftreten. Bourdin ziehe sich auf Wunsch der Leitung zwischenzeitlich zurück, teilte der Medienkonzern Altice, zu dem die Sender gehören, am Sonntag mit. Dieser Rückzug solle verhindern, dass die Affäre von Politik und Medien instrumentalisiert werde, hieß es. Für Bourdin, der die Vorwürfe vehement bestreite, gelte die Unschuldsvermutung.

Die französische Justiz hatte zuletzt Vorermittlungen wegen des Verdachts auf sexuelle Nötigung gegen den 72-Jährigen eingeleitet. Die Untersuchungen folgten laut Pariser Staatsanwaltschaft auf eine wenige Tage zuvor eingereichte Anzeige. Auch intern wird den Vorwürfen bei BFMTV und RMC nachgegangen.

Medienberichten zufolge beziehen sich die Anschuldigungen auf eine Dienstreise im Jahr 2013. Eine damals 25 Jahre alte Journalistin wirft Bourdin demnach vor, sie in einem Hotelpool gegen ihren Willen angefasst zu haben. Er soll außerdem versucht haben, sie zu küssen.


Monarchin wieder auf Reisen: Queen fliegt nach Sandringham

WINDSOR/SANDRINGHAM: Nach einer längeren Ruhepause und Weihnachten in kleinem Rahmen auf Schloss Windsor ist Queen Elizabeth II. auf ihren ostenglischen Landsitz gereist. Die Königin sei im Helikopter nach Sandringham geflogen worden und werde dort einige Wochen bleiben, meldete die britische Nachrichtenagentur am Sonntagnachmittag.

Üblicherweise verbringt die Königin die Winterwochen bis zum 6. Februar, dem Jahrestag ihrer Thronbesteigung, auf dem ostenglischen Landsitz. In diesem Jahr jährt sich dieses Ereignis zum 70. Mal. Die großen Feierlichkeiten zum Platinjubiläum sollen allerdings erst Anfang Juni stattfinden - zum Jubiläum der Krönung.

In anderen Wintern reist die Queen allerdings schon vor Weihnachten nach Sandringham. Wegen der Corona-Pandemie entschied sich die 95-Jährige diesmal allerdings das zweite Jahr infolge dafür, das große Familien-Weihnachtsfest dort abzusagen und auf Schloss Windsor zu bleiben, wo einige ihrer Kinder und Enkelkinder sie besuchten. Zuvor hatte die Königin einige Wochen gesundheitliche Ruhepause eingelegt, nachdem Ärzte ihr geraten hatten, öffentliche Auftritte in Nordirland und Schottland gesundheitsbedingt abzusagen.


William Kentridge in Kaunas - Kulturhauptstadt zeigt Ausstellung

KAUNAS: Eine Ausstellung in der Europäischen Kulturhauptstadt Kaunas präsentiert Werke des international renommierten Künstlers William Kentridge. Unter dem Titel «That which we do not remember» werden im Nationalen Mikalojus-Konstantinas-Ciurlionis-Kunstmuseum zahlreiche Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten seines künstlerisches Schaffen gezeigt. Zu sehen sind Zeichnungen, Videos, Drucke, Skulpturen und groß angelegte Installationen. Zudem hat der 1955 in Johannesburg geborene südafrikanische Künstler eigens ein Werk für die bis zum 30. November laufende Schau geschaffen - sie gilt als eine der wichtigsten Veranstaltungen im Kulturhauptstadtjahr.

Kentridge (66), mehrfacher Teilnehmer der Documenta in Kassel und der Biennale von Venedig, zählt zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart. Der fast ausschließlich in Schwarz-Weiß produzierende Südafrikaner hat sich auch als Theater- und Opernregisseur einen Namen gemacht. Mit der Ausstellung in Kaunas kehrt er nun erstmals zu seinen Wurzeln zurück - seine Großeltern waren litauische Juden.

«Dies ist die richtige Zeit, nach Litauen zu kommen», sagte Kentridge bei einem Gespräch mit Journalisten in Kaunas. Seine Beziehung zu dem baltischen EU-Land sei von neugieriger Vorsicht geprägt. Er werde ein gespannter Beobachter sein und sei interessiert daran, wie die Besucher die Ausstellung aufnehmen, die sich den Themen Zeit, Erinnerung und Geschichte widme.

Mit der Ausstellung möchte Kentridge an die Bedeutung des historischen Gedächtnisses erinnern. Dazu schuf er im Auditorium des Museum eine spezielle Installation, die den Alten Jüdischen Friedhof von Kaunas und eine südafrikanische Landschaft zeigt. «Sowohl Südafrika als auch Litauen hatten eine sehr schmerzhafte und auch beschämende Geschichte», sagte der Künstler.


Italienischer Bestseller-Autor Baricco an Leukämie erkrankt

ROM: Der italienische Bestseller-Autor Alessandro Baricco («Seide») hat eine Blutkrebs-Erkrankung öffentlich gemacht. Kurz vor seinem 64. Geburtstag schrieb der Schriftsteller am Wochenende in den sozialen Medien, dass bei ihm vor rund fünf Monaten chronische myelomonozytäre Leukämie diagnostiziert worden sei. In den nächsten Tagen sei die Transplantion von Stammstellen geplant, die er von seiner Schwester bekomme. «Die Ärzte haben sich in den Kopf gesetzt, mich zu heilen und sie erwecken den Anschein, als könnte ihnen das auch recht schnell gelingen», schrieb der Familienvater.

Baricco ist Journalist, TV-Moderator und Musiker. Internationale Bekanntheit als Schriftsteller erlangte er vor allem durch den Roman «Seide» von 1996, der auch im deutschen Sprachraum ein Erfolg war.


«Tatort»-Kommissar Daniel Sträßer wieder auf der Bühne

BERLIN: Der Berliner Schauspieler und SR-«Tatort»-Kommissar Daniel Sträßer freut sich, nach fast dreijähriger Bühnenabstinenz wieder Theater zu spielen. Am 29. Januar soll er bei der Volksbühne in Berlin in der Uraufführung «MiniMe» zu sehen sein, einem Kammerspiel der ungarischen Autorin Kata Wéber in der Inszenierung ihres Mannes, Kornél Mundruczó.

«Ich hatte tatsächlich gehörigen Respekt, nach dieser Pause wieder am Theater zu arbeiten», räumte der 34-jährige Sträßer im Interview der Deutschen Presse-Agentur ein. Dabei habe ihm jedoch in die Hände gespielt, dass Mundruczó sowohl Theater- als auch Filmregisseur sei. Dadurch habe er einen «recht filmischen Zugang zum Theater» - sowohl was die Spielweise als auch das Vokabular anbelange. «Das hat mir diesen neuerlichen Schritt in die eigentlich sehr alte Heimat erleichtert», so Sträßer, der einige Jahre Ensemble-Mitglied am Burgtheater Wien war. Theater zu spielen oder für einen «Tatort» zu drehen, seien «natürlich zwei absolut unterschiedliche paar Schuhe», sagte Sträßer. «Die ich aber beide sehr gerne trage.»

Am Sonntagabend (23.1.) stand der dritte Saarbrücker «Tatort» an der Seite von Vladimir Burlakov (alias Hauptkommissar Leo Hölzer) auf dem Programm. «Das Herz der Schlange» ist wie schon der Vorgänger «Der Herr des Waldes» (2020) ein packender Thriller von Hendrik Hölzemann.

Ab März zeigt sich der 34-jährige Sträßer dann in einer weiteren Rolle: Dann startet die Sky-Dramaserie «Funeral for a dog».


Neuseelands Premierministerin muss Hochzeit wegen Corona verschieben

WELLINGTON: Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern muss ihre Hochzeit wegen neuer Coronavirus-Restriktionen im Land verschieben. Grund dafür seien erste bekannt gewordene Fälle von Infektionen mit der Omikron-Variante im Land, sagte Ardern am Sonntag bei einer überraschend einberufenen Pressekonferenz in Wellington. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu unterbinden, soll unter anderem noch ab Sonntag die Zahl von Menschen bei Versammlungen reduziert werden.

Nun habe sie auch die Hochzeit mir ihrem Verlobten Clarke Gayford verschoben. Termin und Ort des Ereignisses waren bisher nicht bekannt, ebensowenig wie der neue Termin. «So ist das Leben halt», antwortete sie auf eine Frage zu ihren Gefühlen wegen der Verschiebung. «Es geht mir auch nicht anders, wenn ich das sagen darf, als tausenden von Neuseeländern, die noch schlimmere Auswirkungen der Pandemie erlebten.»

In Neuseeland wurden unter den knapp fünf Millionen Einwohnern bisher rund 15.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert, 52 Menschen starben.

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