Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Montag

Foto: Pixabay
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Offizielles Monogramm von König Charles III. steht fest

LONDON: Es ist ein Symbol, das die neu angebrochene Ära des Vereinigten Königreichs optisch prägen wird: Der Buckingham-Palast hat das offizielle Monogramm von König Charles III. vorgestellt. Es besteht aus einem C für Charles, einem R für «Rex» (Lateinisch für «König»), der Ziffer III innerhalb des Buchstabens R und dem Symbol der Krone.

Am Dienstag will die Poststelle im Buckingham-Palast den ersten Brief mit dem neuen Monogramm frankieren. Jährlich fertigt das Amt rund 200.000 Postsendungen des Palasts ab, darunter viele Einladungen oder Antwortschreiben auf Grußkarten oder Briefe.

Das Monogramm, auf Englisch als «Cypher» bekannt, wird in den kommenden Monaten und Jahren außerdem auf Regierungsbehörden, staatlichen Dokumenten und Briefkästen erscheinen. Allerdings dürfte es sich noch lange Zeit hinziehen, bis das «ER»-Monogramm von Charles' gestorbener Mutter Queen Elizabeth II. aus dem Bild der britischen Städte verschwinden wird. Das Monogramm wird erst nach und nach ersetzt, wenn etwa Briefkästen ohnehin ausgetauscht werden.


Keyboarder der Band Wanda stirbt kurz vor Albumveröffentlichung

WIEN: Der langjährige Keyboarder der österreichischen Band Wanda, Christian Hummer, ist tot. Der Musiker sei nach langer, schwerer Krankheit verstorben, teilten seine vier Kollegen am Montagabend auf den offiziellen Instagram- und Facebookseiten der Gruppe mit. Die traurige Nachricht an die Fans wurde nur vier Tage vor Erscheinen des neuen Studioalbums von Wanda veröffentlicht.

Die für Songs wie «Bologna» oder «Bussi Baby» bekannte Indie-Rockband Wanda wurde vor zehn Jahren gegründet und hat sich seitdem auch in Deutschland und der Schweiz als einer der bekanntesten österreichischen Acts etabliert.

«Es gibt keine Worte, die diesem Verlust gerecht werden können», schrieb die Band über Hummers Tod. «Christian war ein begnadeter Musiker und ein wundervoller Mensch. Seine Begeisterung für die Musik und seine Zuwendung zu den Menschen haben ihn so liebenswert gemacht.»


Putin gewährt US-Whistleblower Snowden russische Staatsbürgerschaft

MOSKAU: Kremlchef Wladimir Putin hat dem US-Whistleblower Edward Snowden die russische Staatsbürgerschaft zuerkannt. Der Name des 39-Jährigen findet sich auf einer vom Kreml veröffentlichten Liste mit neuen Staatsbürgern und von Russen, die ihre Pässe abgeben.

Snowden hatte zuvor nach der Geburt seines Sohnes in Russland mitgeteilt, dass er die Staatsbürgerschaft beantrage, um dieselben Rechte zu haben wie das 2020 geborene Kind, das die russische Staatsbürgerschaft automatisch erhielt.

Snowden hatte 2013 Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ an Journalisten gegeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber in Moskau am Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepass annulliert hatte.

Russland gewährte Snowden und seiner Frau Lindsay Asyl. Sie bemühten sich nach der Geburt um die russische Staatsbürgerschaft. Sie wollten nicht riskieren, von ihrem Sohn getrennt zu werden, hatte der US-Amerikaner 2020 gesagt. Ihre amerikanische Staatsbürgerschaft wollten sie nicht aufgeben, teilten sie damals mit.


Südkoreas Präsident tadelt Medien wegen Mitschnitt

SEOUL: Berichte über angebliche herabwürdigende Äußerungen des südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol über den US-Kongress haben in Südkorea für großes Aufsehen gesorgt. Yoon widersprach am Montag den Berichten. Diese träfen nicht zu, sagte der konservative Staatschef vor Journalisten in Seoul. Sie würden nur der Allianz zwischen beiden Ländern schaden und dadurch Menschen in Gefahr bringen.

Yoon soll angeblich die Kongressmitglieder mit einem umgangssprachlichen koreanischen Ausdruck für «Bastarde» beschrieben haben. Die liberale Opposition in Südkorea forderte eine Entschuldigung Yoons an den Kongress.

Hintergrund sind private Bemerkungen Yoons zu seinen Begleitern bei einem Besuch in New York in der vergangenen Woche. Nach einem kurzen Austausch mit US-Präsident Joe Biden bei einer Spendenveranstaltung für die Initiative Global Fund zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria wurden Yoons Äußerungen von einem noch offenen Mikrofon des südkoreanischen Senders MBC aufgezeichnet. Dabei soll er in Anspielung auf Milliardenzusagen der US-Regierung gesagt haben: «Wie peinlich (für Biden), wenn diese Bastarde das nicht im Parlament bewilligen.» Seine Äußerungen sind in einem Video von MBC auf YouTube nicht klar zu verstehen. Das Video wurde millionenfach aufgerufen.

Yoons Büro hatte in einer ersten Reaktion zu dem Bericht erklärt, seine Worte hätten sich auf das südkoreanische Parlament und die Zusagen Seouls bezogen, selbst 100 Millionen Dollar (etwa 103,7 Millionen Euro) für Global Fund zu geben. Es wäre peinlich für ihn, wenn die Opposition nicht zustimme, habe Yoon sagen wollen. Die Opposition hatte Yoons jüngste Auslandsreise als «diplomatische Katastrophe» bezeichnet.


König Charles auf der Brust: Auch in Souvenir-Läden bricht neue Ära an

LONDON: God save the King: Briten und Touristen können mittlerweile auch das neue britische Staatsoberhaupt König Charles III.

auf der Brust tragen. In Londoner Souvenir-Läden hängen bereits reihenweise T-Shirts mit dem Aufdruck «King Charles III.» und einem Foto des 73-Jährigen. Die am 8. September gestorbene Queen Elizabeth II. ist weiterhin auf vielen Beuteln oder Kleidungsstücken zu sehen - allerdings oft in einer Gedenk-Variante, etwa mit der Zeile «Forever in our Hearts» (deutsch: «Für immer in unseren Herzen») oder ihren Lebensdaten.


Andenken an Betty White für über vier Millionen Dollar versteigert

BEVERLY HILLS: Eine Versteigerung von Andenken an die TV-Ikone Betty White («Golden Girls») ist in den USA mit einem Millionen-Erlös zu Ende gegangen. Die dreitägige Auktion mit Geboten aus aller Welt habe mehr als vier Millionen Dollar eingebracht, teilte das Auktionshaus Julien's in Beverly Hills am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Die Schätzpreise für die meisten der über 1600 Nachlass-Stücke seien dabei deutlich übertroffen worden. Alle Gegenstände wurden versteigert. Angeboten wurden unter anderem Schmuck, Preistrophäen, Garderobe und Einrichtungsgegenstände aus Whites Häusern in Brentwood und Carmel. Mit der Sitcom «Golden Girls» (1985-1992) war die Schauspielerin weltbekannt worden. In der Serie über vier ältere Damen in einer Wohngemeinschaft spielte sie die naive Witwe Rose Nylund. White war am 31. Dezember 2021, gut zwei Wochen vor ihrem 100. Geburtstag, in Los Angeles gestorben.


Ottifant von Otto Waalkes hat es in den Duden geschafft

HAMBURG: Ottifanten sind seit jeher eines der Markenzeichen des Komikers und Schauspielers Otto Waalkes (74). Nun haben es die vermenschlichten und von Waalkes gezeichneten Elefanten in den Duden geschafft - zumindest in die Online-Version des Standardwerkes zur deutschen Rechtschreibung. «Der Ottifant ist seit ein, zwei Tagen auf Duden online zu finden», sagte die Leiterin der Duden-Redaktion des Cornelsen-Verlages der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Waalkes hatte sich mit einem Instagram-Post zu Wort gemeldet und sich über den Duden-Eintrag gefreut. «Staaark - mein Ottifant steht jetzt im Duden!», postete der Ostfriese dazu. Er könne nun immer nachlesen, wie man das Wort richtig schreibe und ausspreche und sogar den Genitiv davon nachschauen. «Ich wusste gar nicht, dass er nen Genitiv hat - den hat er mir nie gezeigt.»


Große Bühne für Rihanna - Star der Halbzeitshow beim Super Bowl LVII

LOS ANGELES: Rihanna soll es Superstars wie Madonna, Lady Gaga, Beyoncé, Justin Timberlake und Prince nachmachen: Die 34-jährige Sängerin aus Barbados ist beim kommenden Super Bowl LVII in der NFL Star der Halbzeitshow. Das teilte die National Football League am Sonntag mit. Der Super Bowl ist für den 12. Februar 2023 in Glendale im US-Bundesstaat Arizona geplant. Die Grammy-Gewinnerin postete auf Instagram ein Foto, auf dem ihre Hand mit einem Football zu sehen ist. Fans reagierten begeistert, in wenigen Stunden sammelte der Post bereits über drei Millionen Likes. Die NFL stellte das Foto auf Twitter. Das NFL-Finale zählt zu den größten TV-Ereignissen des Jahres in den USA. Ein Auftritt bei dem Star- und Werbespektakel gilt als Highlight einer musikalischen Karriere. Im vergangenen Februar sahen in den USA 120 Millionen Menschen die Show der Musikstars Dr. Dre, Snoop Dogg, Eminem, Mary J. Blige und Kendrick Lamar in Los Angeles. Sie stand damit zum ersten Mal ganz im Zeichen von Hip-Hop, R&B und Rap.


Leute kompakt

Robbie Williams kommt für vier Konzerte nach Deutschland (Die Meldung lief auch im Kultur-Ressort; Foto - Archiv)

HAMBURG: Nach der Tour ist vor der Tour: Robbie Williams macht im Februar erneut mit mehreren Konzerten auch in Deutschland Halt. Der einstige Sänger der Boyband Take That tritt am 1. Februar im Rahmen seiner «XXV»-Europatour in der Barclays-Arena in Hamburg auf, wie die Karsten Jahnke Konzertdirektion am Montag in Hamburg mitteilte. Weitere Termine in Deutschland sind Köln am 5. Februar, Frankfurt am 15. Februar und Berlin am 20. Februar, wie auf der Internetseite von Robbie Williams steht. Auf dem gleichnamigen Album zum Tour - «XXV» - gibt es viele der größten Hits seiner gesamten Solokarriere, die mittlerweile bereits 25 Jahre alt ist. Das neue Album ist Anfang September erschienen. Dafür hat Williams eigenen Angaben zufolge die Lieder, die auf Youtube am meisten geklickt wurden, mit seinem Team neu arrangiert und mit einem Orchester aufgenommen.


Bericht: Sorgen im Buckingham-Palast vor neuer «The Crown»-Staffel

LONDON: Im Buckingham-Palast soll der Start der neuen «The Crown»-Staffel von Netflix im November Insidern zufolge mit Sorge erwartet werden. Die Serie, in der der Streaming-Dienst die Geschichte des britischen Königshauses nacherzählt, sei «ein Drama, keine Dokumentation», betonte eine namentlich nichtgenannte, ranghohe Quelle aus dem Königshaus, wie der «Telegraph» am Sonntagabend berichtete. Bereits bei vorherigen Staffeln hatte der Palast durchblicken lassen, kein Fan der Produktion zu sein.

Ein Freund von König Charles III. soll die Serie dem «Telegraph» zufolge als «ausbeuterisch» und rücksichtlos mit Blick auf den Ruf der Royals bezeichnet haben. «Was Leute vergessen, ist, dass im Zentrum von alledem echte Menschen und ihre Geschichten stehen», wird der Vertraute zitiert. Der Serienstoff gilt auch deshalb als heikel, da es ausgerechnet zwei Monate nach dem Beginn der Regentschaft von Charles III. auf den Fernsehbildschirmen in aller Welt um Kapitel und eine Zeit in seinem Leben gehen wird, als er sehr unbeliebt in der britischen Öffentlichkeit war. Die Staffel soll das Scheitern von Charles' und Prinzessin Dianas Ehe sowie deren skandalträchtiges BBC-Interview gehen, in der sie unter anderem über die Affäre ihres Mannes mit der heutigen Königsgemahlin Camilla sprach.

Netflix hatte nach dem Tod von Queen Elizabeth II. bestätigt, die Staffel sei bereits abgedreht und werde wie geplant am 9. November starten. Imelda Staunton, die in der erwarteten fünften Staffel die Rolle von Queen Elizabeth II. übernimmt, stellte sich in einem kurzen, am Sonntag veröffentlichten Trailer offiziell vor. «Ich hoffe, dass ich ruhig, gefasst und kompetent wirke, während mein Magen Purzelbäume schlägt», sagte sie. Staunton (66) folgt den Schauspielerinnen Olivia Colman (48) und Claire Foy (38), die in den bisherigen Staffeln die Queen in jüngeren Jahren gespielt hatten.


Nach «Batgirl»-Aus: Leslie Grace zeigt Clips der Dreharbeiten

LOS ANGELES: Knapp zwei Monate nach dem Aus für den neuen «Batgirl»-Film hat Hauptdarstellerin Leslie Grace (27) Aufnahmen ihrer Arbeit am Set geteilt. Die Clips auf Tiktok zeigen die Schauspielerin beim Training für Kampfszenen und wie sie von einer Maskenbildnerin in die Superheldin verwandelt wird. Auch eine Stuntszene ist zu sehen, in der jemand vor blauem Hintergrund an einem Drahtseil nach unten fällt. «Ich konnte nicht widerstehen», schrieb der «In the Heights»-Star.

In den Kommentaren bringen die Fans ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass sie den Film wohl nie zu sehen bekommen werden. Der Sänger Omar Apollo, mit dessen Musik Grace ihr Video hinterlegte, schrieb: «Sie haben dich nicht verdient, Baby».

Anfang August war bekannt geworden, dass das Studio Warner Bros. die wohl mehr als 70 Millionen Dollar teure Comic-Verfilmung verworfen hat. Das Filmprojekt des Regie-Duos Adil El Arbi und Bilall Fallah, mit Michael Keaton als Batman und Brendan Fraser als Schurke, war bereits fertig abgedreht und befand sich in der Postproduktion, als das Studio öffentlich machte, dass der Film weder im Kino noch von einem Streamingdienst veröffentlicht werden soll. Grace hatte sich daraufhin in einem Instagram-Post bei ihren Fans für die Unterstützung bedankt.


Karen Duve: Das Thema Sisi lässt mich noch nicht los

BERLIN: Karen Duve hat nach der Veröffentlichung ihres Romans «Sisi» über die österreichische Kaiserin Elisabeth noch genug Stoff für einen zweiten. «Ich könnte mir gut vorstellen, da noch einen Roman nachzulegen, über Sisis Sohn Rudolf in England zum Beispiel, der in London das Nachtleben unsicher macht», sagte die Autorin der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe auch jetzt noch Material bis sonstwo. Es wäre ein fürchterlicher Jammer, es nicht zu nutzen.» Sie sei sich zwar noch nicht sicher, ob sie nicht erst etwas anderes dazwischenschiebe. «Aber so ganz hat mich das Thema noch nicht losgelassen», sagte Duve.

«Am Anfang wollte ich über das ganze Leben bis zum Attentat auf sie schreiben», erzählte Duve, die in der Märkischen Schweiz in der Nähe von Berlin lebt. «Dann wurden es über 1000 Seiten, und ich war noch nicht einmal bis zur Hälfte gekommen. Ich merkte, das geht nicht», erklärte die Autorin.

«Es passiert ungeheuer viel in diesen Sisi-Jahren. Eine erstklassige Geschichte nach der anderen», sagte Duve. «Ich habe mir ungefähr 300 Bücher zu Kaiserin Elisabeth und ihrer Zeit zugelegt. Die könnte man auch noch einmal auf etwas anderes hin durchlesen: eine andere Person oder ein bestimmtes Ereignis.»

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