Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

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Bestechungsskandal: US-Modedesigner tritt Gefängnisstrafe an

LOS ANGELES: Nach seiner Ehefrau, der Schauspielerin Lori Loughlin (56), hat nun auch der Modedesigner Mossimo Giannulli wegen seiner Beteiligung an einem Hochschul-Bestechungsskandal seine Gefängnisstrafe angetreten. Der 57-Jährige habe sich am Donnerstag (Ortszeit) in die kalifornische Lompoc-Haftanstalt nahe Santa Barbara begeben, sagte ein Gefängnissprecher dem US-Sender «Entertainment Tonight». Giannulli war im Rahmen der Betrugsvorwürfe zu fünf Monaten Gefängnis und zusammen mit seiner Frau zu einer Geldstrafe von 400.000 Dollar (rund 337.000 Euro) verurteilt worden.

Loughlin, die aus der Sitcom «Full House» bekannt ist, sitzt ihre zweimonatige Strafe seit Ende Oktober in einer Haftanstalt im nordkalifornischen Dublin ab. Loughlin und Giannulli sollen eine halbe Million Dollar an einen Drahtzieher gezahlt haben, um ihre beiden Töchter fälschlicherweise als Ruderinnen auszugeben und sie über das Sportteam an der USC-Hochschule in Kalifornien unterzubringen.

Etliche wohlhabende Eltern waren ebenfalls angeklagt, Mitarbeiter an Colleges und Universitäten in den USA bestochen zu haben, um ihre Kinder an renommierten Hochschulen unterzubringen. In dem Skandal war auch Felicity Huffman (57, «Desperate Housewives») 2019 zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Sie saß die Strafe im vorigen Jahr ab.


Sprecher: Weinstein hat nicht Covid-19 - aber Gesundheitsprobleme

LOS ANGELES/NEW YORK: Der wegen Sexualdelikten im Gefängnis sitzende frühere Film-Mogul Harvey Weinstein (68) ist nach Angaben seines Sprecherteams nicht an Covid-19 erkrankt. «Wir können mitteilen, dass Mr. Weinsteins Fieber gesunken ist, aber noch genau beobachtet wird. Wir können zu diesem Zeitpunkt auch mitteilen, dass er nicht Covid-19 hat», hieß es am Donnerstag in einem Statement der Sprecher Juda Engelmayer und Craig Rothfeld, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Weinstein habe aber eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen, die sich verschlimmerten und behandelt werden müssten, hieß es weiter. Man sei um sein Befinden besorgt.

Weinsteins Sprecher hatten am Dienstag gesagt, dass der Ex-Produzent an Fieber litt. Er habe diverse Krankheiten und Leiden wie Herzprobleme, hohen Blutdruck und Spinalkanalstenose, führten sie weiter aus. Das Promi-Portal «TMZ» berichtete unterdessen, dass Weinstein auf das Coronavirus getestet worden sei.

Hunderte Frauen haben Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Er war Ende Februar in New York von einer Jury der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung schuldig befunden und im März zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Derzeit sitzt er die Strafe in einem Gefängnis im Bundesstaat New York ab.


New Yorker Prozess gegen R. Kelly auf April verschoben

CHICAGO/NEW YORK: Der in der Corona-Pandemie bereits mehrfach verschobene Prozess gegen den früheren Pop-Superstar R. Kelly (53) in New York soll nun im April 2021 starten. Ab Mitte März solle eine Jury ausgewählt werden, der Prozessauftakt sei vorläufig für den 7. April angesetzt, teilte die Staatsanwaltschaft im New Yorker Bezirk Brooklyn am Donnerstag mit.

Der Sänger («I Believe I Can Fly»), der seit vergangenem Sommer in Chicago in Haft sitzt, ist unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt - beteuert aber seine Unschuld und hat bereits mehrfach auf nicht schuldig plädiert.

Auch in Chicago und Minnesota liegen lange Anklageschriften gegen Kelly vor. Die Prozesse waren in der Corona-Krise allerdings alle zunächst verschoben worden. R. Kelly hatte wegen der Pandemie mehrfach um vorzeitige Haftentlassung gebeten, war aber jedes Mal gescheitert.


OSLO: Der norwegische König Harald V.

(83) und seine Frau Königin Sonja (83) befinden sich wegen eines Corona-Falls in ihrem Umfeld in Quarantäne. Grund dafür ist, dass das Coronavirus am Donnerstag bei einer angestellten Person des königlichen Hofes nachgewiesen wurde, mit der Sonja Kontakt hatte. Sowohl Harald als auch Sonja sind symptomfrei, wie das norwegische Königshaus am Donnerstagabend mitteilte. Das Programm des Paares werde nun entsprechend angepasst. Neben ihnen haben sich demnach 14 Mitarbeiter am Hof ebenfalls in Quarantäne begeben.


Kultband Guns N' Roses kündigt Tour an

LOS ANGELES: Mit dem Slogan «Stadium Rock is Back!» haben die US-Rocker von Guns N' Roses für November 2021 eine Tournee in Neuseeland und Australien angekündigt. Dies sei die erste Tour-Bekanntgabe seit Beginn der Corona-Pandemie mit Grenzschließungen und Auftrittspausen, teilte die Band am Mittwoch mit. Der Appetit für Live-Konzerte sei groß, hieß es weiter. Die Gruppe um die Gründungsmitglieder Axl Rose, Slash und Duff McKagan plant derzeit acht Auftritte in Neuseeland und Australien.


Taylor Swift, Lil Baby und Roddy Ricch räumen Apple-Musikpreise ab

CUPERTINO: Pop-Superstar Taylor Swift und der gleich doppelt erfolgreiche US-Rapper Roddy Ricch sind Gewinner der zweiten «Apple Music Awards». Außerdem heimsen die Hip-Hop-Künstlerin Megan Thee Stallion und ihr Genre-Kollege Lil Baby eine der insgesamt fünf Auszeichnungen ein, wie der Internet- und Musik-Konzern am Donnerstag im kalifornischen Cupertino mitteilte. Bei der Awards-Premiere 2019 hatte die US-Sängerin Billie Eilish drei Preise abgeräumt (Künstler, Album und Songwriter des Jahres), zudem gewannen Lizzo und Lil Nas X.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Neuer Action-Auftrag für Bruce Willis - «American Siege»

LOS ANGELES: Hollywood-Star Bruce Willis (65, «Stirb Langsam», Death Wish») hält an seinem Ruf als amerikanischer Actionheld weiter fest. In dem Thriller «American Siege» wird er einen früheren New Yorker Detektiv spielen, der nun im ländlichen Oregon als Sheriff auf Diebe angesetzt wird, die einen reichen Arzt als Geisel festhalten. Die im US-Staat Georgia angelaufenen Dreharbeiten sollen in Kanada fortgesetzt werden, berichtete das Branchenblatt «Deadline.com» am Mittwoch (Ortszeit). Die zuständige kanadische Produktionsfirma Arcana Studio bestätigte die Star-Besetzung mit Willis in einem Tweet.


Nicht zu sehen, nur zu hören: Michael Kessler als Polizeiseelsorger

BERLIN: Neues aus der Hörspiel-Ecke: Die Stimmen von Michael Kessler, Bettina Zimmermann, Jürgen Tonkel und Bettina Lamprecht sind im Krimi «Kohlrabenschwarz» zu hören. Die Macher versprechen einen «außergewöhnlichen Mix aus Mystery, Krimi und Komödie mit bayerischem Charme». Worum es geht? In Rosenheim sieht sich Polizeiseelsorger Stefan Schwab plötzlich mit mysteriösen Verbrechen konfrontiert. «Als eine vermeintliche Hexenbibel aus einem Museum verschwindet, gerät Schwab immer tiefer in einen Strudel aus lang überlieferten Volksmärchen, alten Ritualen und sagenumwobenen Orten», berichtet die Audio-Plattform Audible, die dieses Hörspiel als «Audible Original Hörspielserie» produzieren ließ. Den Erzähler spricht Götz Otto.


Kock am Brink, Hertel und Russ wollen sich für neue Show ausziehen

KÖLN: Moderatorin Ulla Kock am Brink (59), Volksmusiksängerin Stefanie Hertel (41) und Ex-Fußballer Marco Russ (35) wollen im Dienst der guten Sache für eine neue Show die Hüllen fallen lassen. Das Format «Showtime of my Life - Stars gegen Krebs» soll auf das Thema Krebsvorsorge aufmerksam machen, wie der Sender Vox am Donnerstag mitteilte. 16 Promis - acht Frauen und acht Männer - wollten sich dafür in «zwei stilvoll inszenierten Shows» zeigen. Ihre Botschaft laute: «Wenn wir uns vor einem Millionenpublikum ausziehen können, könnt ihr das vor eurem Arzt erst Recht!» Alle Promis haben den Angaben zufolge Berührungspunkte mit dem Thema Krebs - über Freunde, Familie, Bekannte oder am eigenen Leib.


Autor Rafik Schami: Selbstdisziplin ist «moralischer Impfstoff»

MARNHEIM: Der Schriftsteller Rafik Schami sieht Selbstdisziplin als «moralischen Impfstoff» in der Corona-Krise. «Je disziplinierter wir sind, umso schneller kehren wir zur Normalität zurück», sagte der in Marnheim (Rheinland-Pfalz) lebende Autor («Die geheime Mission des Kardinals») der Deutschen Presse-Agentur. Natürlich würden seine Ehefrau und er etwa den direkten Kontakt mit Freunden vermissen. «Aber ihre und unsere Sicherheit hat Vorrang», sagte der 74-Jährige.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Donnerstag

Liefers: Keine Alberich-Witze im «Tatort» wären Ausgrenzung

HAMBURG: Die Witze über Kleinwüchsigkeit im Münster-«Tatort» sind nach den Worten von Jan Josef Liefers (56) fein austariert. «Es war uns wichtig zu verstehen, wie Christine Urspruch das sieht», sagt der «Tatort»-Star in einem «Hörzu»-Interview (Freitag). «Sie hat uns erklärt, dass sie sich viel diskriminierter fühlen würde, wenn wir keine Witze über sie rissen. Über lange Dünne, sagt sie, mache man sich schließlich auch lustig, wenn man sie etwa als «Bohnenstange» bezeichne und sich erkundige, wie «die Luft da oben» sei. Laut Christine ist übertriebene Schonung ebenfalls Ausgrenzung.» In seiner Rolle als Pathologe Professor Boerne nennt Liefers seine kleinwüchsige Assistentin Silke Haller (gespielt von der 1,32 Meter großen Christine Urspruch) von oben herab «Alberich» nach dem mythischen Zwergenkönig.


Barbara Schöneberger geht morgens im Nachthemd in den Hühnerstall

BERLIN: Fernsehmoderatorin Barabara Schöneberger ist in der Coronakrise bewusst geworden, wie zufrieden sie mit ihrem Leben ist. «Ich habe den richtigen Mann geheiratet, Kinder und lebe genau in dem Umfeld, das ich immer wollte», sagte die 46-Jährige am Dienstag bei einer virtuellen Pressekonferenz des Pay-TV-Senders Sky. Die Entertainerin hat sich für die neue Dokureihe «Her Story» rund ein Jahr von einem Kamerateam begleiten lassen und gibt Einblicke in ihr Berufsleben. Die Zuschauer sehen sie aber auch im Hühnerstall. «Wenn die Kinder morgens aus dem Haus sind, gehe ich zu den Hühnern und Hasen, manchmal auch im Nachthemd und den Turnschuhen meines Mannes. Ich hoffe immer, dass mich niemand sieht, weil es sonst unschöne Fotos geben würde», erklärte Schöneberger.


«Wonder Woman 1984» kommt zu Weihnachten - Streaming und im Kino

LOS ANGELES: Kein weiterer Aufschub für «Wonder Woman 1984»: Wegen der Coronavirus-Pandemie war der Kinostart der Superheldinnengeschichte schon mehrmals verschoben worden, doch nun soll es beim Weihnachtstermin bleiben, wie das Studio Warner Bros. am Mittwoch bekanntgab. Es gibt aber eine Überraschung - gleichzeitig kommt der Film am 25. Dezember auch beim Streamingdienst HBO Max des Medienkonzerns Warner Media heraus. «Es ist Zeit», schrieb Hauptdarstellerin Gal Gadot (35) auf Twitter. «Wir haben alle lange Zeit darauf gewartet.» Dies sei keine einfache Entscheidung gewesen, aber Covid habe die ganze Welt durcheinander gebracht.


Staatsoper Unter den Linden weiter mit Schulz als Intendant

BERLIN: Matthias Schulz bleibt für weitere vier Jahre Intendant der Staatsoper Unter den Linden. Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin stimmte der Vertragsverlängerung bis 2024 nach Angaben vom Donnerstag zu. Der 42-Jährige hatte vor zwei Jahren die Nachfolge von Jürgen Flimm auf dem Intendantenposten angetreten.

Schulz ist seit 2016 an der Staatsoper tätig, ein Jahr später wirkte er zunächst als Co-Intendant mit Flimm, bevor er 2018 die Verantwortung komplett übernahm. Die musikalische Leitung des Hauses liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim.

Aus Sicht der Kulturverwaltung ist die Vertragsverlängerung für das Opernhaus «ein Signal größtmöglicher Kontinuität und Stabilität in gegenwärtig herausfordernden Zeiten». Für Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat Schulz nach langer Sanierungsphase die Neupositionierung des Opernhauses in der internationalen Musikszene erfolgreich mitgestaltet. «Ich bin überzeugt, dass er der Richtige ist, die Staatsoper auch weiterhin mit Geschick und der gebotenen Weitsicht zu führen», sagte Lederer.


Corona-infizierte Frau im Koma bekommt Zwillinge

BIRMINGHAM: Kleines Wunder in der Corona-Krise: Eine an Covid-19 erkrankte Britin hat während eines vierwöchigen Komas Zwillinge zur Welt gebracht. Als sie 16 Tage nach dem Kaiserschnitt wieder zu Bewusstsein kam, erzählten Ärzte ihr von dem Nachwuchs. «Ich konnte es nicht glauben», sagte die Mutter, Perpetual Uke, die als Rheuma-Expertin in einem Krankenhaus in Birmingham arbeitet.

Sie habe ihren Schwangerschaftsbauch nicht mehr gesehen und daher zunächst geglaubt, dass ihre Kinder gestorben seien, berichtete die Frau dem Nachrichtensender Sky News. Die Kinder kamen bereits am 10. April in der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt, der ungewöhnliche Fall wurde aber erst jetzt in Großbritannien bekannt. Das Mädchen wog bei der Geburt nur 770 Gramm, der Junge mit 850 Gramm ein wenig mehr. Nach 116 Tagen konnten die Zwillinge aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Es tue ihr leid, dass ihre Jüngsten einen so schweren Start ins Leben gehabt hätten, sagte die Frau, die noch zwei weitere Kinder hat, dem Sender BBC. «Aber wichtig ist, dass sich die Dinge so gut entwickelt haben.» Auch ihr Mann ist dankbar, dass die «schreckliche» Zeit vorbei ist: «An jedem einzelnen Tag habe ich gehofft, dass meine Frau nicht unter den Toten ist. Wir sind ein Team.»

Großbritannien ist besonders stark von der Pandemie betroffen und hat im Europa-Vergleich die meisten erfassten Todesopfer (etwa 53.000). In den vergangenen zwei Wochen zählte das Land mit seinen rund 68 Millionen Einwohnern nach Angaben der EU-Seuchenbehörde ECDC etwa 505 Infektionen pro 100.000 Menschen. Es mangelt an Corona-Tests und mehrere Krankenhäuser haben bereits ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. In England gilt noch bis mindestens 2. Dezember ein Teil-Lockdown.


US-Medien: Sohn des Musikers Bobby Brown tot aufgefunden

LOS ANGELES: Der Sohn des US-Musikers Bobby Brown ist Medienberichten zufolge tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden worden. Dies berichteten mehrere US-Medien in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf die Polizei. Das Management von Bobby Brown wollte die Berichte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht kommentieren. Informationen zur Todesursache gab es zunächst ebenfalls nicht. Die Polizei geht nicht von einem Verbrechen aus.

Bobby Brown Jr. (28) ist der Sohn Bobby Browns aus seiner Beziehung mit Kim Ward. 2015 verstarb bereits Tochter Bobbi Kristina aus der Ehe des 51-jährigen Sängers mit der Musiklegende Whitney Houston.

Drei Jahre zuvor wurde Houston, deren 15-jährige skandalträchtige Ehe mit Brown in einer Scheidung endete, mit Kokain im Blut tot in der Badewanne aufgefunden.


Michael J. Fox geht in zweiten Schauspiel-Ruhestand

LOS ANGELES: Schauspieler Michael J. Fox («Zurück in die Zukunft») geht nach eigenen Aussagen in einen zweiten Ruhestand von der Schauspielerei - der in ein Karriere-Ende übergehen könnte. «In Fairness mir selbst gegenüber und gegenüber Produzenten, Regisseuren» und anderen, gehe er in einen zweiten Ruhestand, schreibt der 59 Jahre alte Fox in seinem jüngst erschienenen Buch «No Time Like the Future», aus dem das US-Promimagazin «People» zitiert. «Das könnte sich ändern, denn alles ändert sich. Aber wenn dies das Ende meiner Schauspielkarriere ist, dann soll es so sein.» Michael J. Fox kämpft seit Jahrzehnten mit einer Parkinson-Erkrankung. Deswegen hatte er bereits zwischen 2000 und 2009 eine längere Schauspiel-Pause eingelegt.


Vogue-Cover: Backstreet Boy McLean unterstützt Harry Styles

LOS ANGELES: Wirbel um Vogue-Titelbild: Der ehemalige Backstreet Boy Alexander James «AJ» McLean hat sich mit dem britischen Popsänger Harry Styles (26) solidarisiert und ein Foto von sich im Kleid bei Instagram gepostet. «Es braucht einen echten Mann, um sich mit seiner weiblichen Seite wohl zu fühlen», schrieb McLean (42) dazu. Hintergrund ist das neue Cover der hauptsächlich an Frauen gerichteten US-Modezeitschrift «Vogue», auf dem Styles als erster Mann abgebildet ist. Auf dem Foto trägt er ein Spitzenkleid. Dafür wurde er von der politischen US-Aktivistin Candace Owens, die dem rechtskonservativem Spektrum zugeordnet wird, angegriffen. «Bringt männliche Männer zurück», schrieb sie bei Twitter.


Matthew McConaughey schließt eine politische Karriere nicht aus

LOS ANGELES: Oscarpreisträger Matthew McConaughey schließt eine Zukunft in der Politik für sich offenbar nicht aus. Auf die Frage, ob er in Betracht ziehe, sich als Gouverneur von Texas oder für ein anderes politisches Amt aufstellen zu lassen, sagte der 51 Jahre alte Schauspieler: «Ich weiß es nicht. Ich meine, das läge nicht an mir. Es würde mehr von den Menschen abhängen als von mir.» Doch aktuell scheint ihm die Politik in den USA nicht in der richtigen Verfassung für seine Kandidatur zu sein: «Politik scheint mir im Moment ein kaputtes Geschäft zu sein. Und wenn die Politik ihren Zweck neu definiert, könnte ich mich verdammt viel mehr dafür interessieren», sagte McConaughey in der «The Hugh Hewitt Show». McConaughey wurde in Texas geboren und wuchs dort auf.


Prinz William begrüßt Untersuchung des Lady Diana-Interviews

LONDON: Prinz William befürwortet die vom britischen Sender BBC angekündigte Untersuchung eines legendären Interviews mit seiner Mutter Lady Diana vor 25 Jahren. «Die unabhängige Untersuchung ist ein Schritt in die richtige Richtung», zitierte der Kensington Palast den 38-Jährigen, wie die BBC in der Nacht zu Donnerstag berichtete. Die Untersuchung, die er vorläufig begrüße, sollte dazu beitragen, die Wahrheit hinter den Handlungen zu ermitteln, die zu dem Interview und den nachfolgenden Entscheidungen der damaligen BBC geführt hätten, hieß es weiter.

Die BBC hatte versprochen, «die Wahrheit» über die Ereignisse rund um das Interview mit Prinzessin Diana herauszufinden. Am Mittwoch hatte der Sender mitgeteilt, dass Lord Dyson, einer der dienstältesten pensionierten Richter des Landes und ehemaliger Richter am Obersten Gerichtshof, zum Leiter der Untersuchung ernannt worden sei. BBC-Chef Tim Davie sagte: «Die BBC ist entschlossen, die Wahrheit über diese Ereignisse herauszufinden, und deshalb haben wir eine unabhängige Untersuchung in Auftrag gegeben.»

Dianas Bruder, Charles Spencer, wirft dem Journalisten Martin Bashir vor, sich das Interview mit seiner Schwester damals mit unlauteren Methoden - etwa gefälschten Kontoauszügen - verschafft zu haben. Diese sollten demnach den Eindruck erwecken, Menschen wären dafür bezahlt worden, Informationen über Diana preiszugeben.

Mit dem Interview hatte die 1997 tödlich verunglückte Prinzessin Diana vor 25 Jahren die britische Monarchie erschüttert. Mehr als 200 Millionen Menschen verfolgten weltweit am Fernseher, wie sie ungewöhnlich offen über die Untreue ihres Gatten Prinz Charles und ihre eigenen psychischen und gesundheitlichen Probleme sprach. Die Queen zeigte sich danach Berichten zufolge empört darüber, dass ihre Schwiegertochter die Eignung von Charles für den Thron anzweifelte.


«Wonder Woman 1984» kommt zu Weihnachten - Streaming und im Kino

LOS ANGELES: Kein weiterer Aufschub für «Wonder Woman 1984»: Wegen der Coronavirus-Pandemie war der Kinostart der Superheldinnengeschichte schon mehrmals verschoben worden, doch nun soll es beim Weihnachtstermin bleiben, wie das Studio Warner Bros. am Mittwoch bekanntgab. Es gibt aber eine Überraschung - gleichzeitig kommt der Film am 25. Dezember auch beim Streamingdienst HBO Max des Medienkonzerns Warner Media heraus. Gewöhnlich liegen Wochen zwischen dem Erscheinen im Kino und der späteren Streaming-Verwertung.

«Es ist Zeit», schrieb Hauptdarstellerin Gal Gadot auf Twitter. «Wir haben alle lange Zeit darauf gewartet.» Dies sei keine einfache Entscheidung gewesen, aber Covid habe die ganze Welt durcheinander gebracht. Regisseurin Patty Jenkins sagte in einer Mitteilung, sie hoffe, dass der Film zur Weihnachtszeit «ein bisschen Freude und eine Atempause» bringen könne. Laut «Hollywood Reporter» empfahl Jenkins den Zuschauern, die «Wonder Woman»-Fortsetzung auf der großen Leinwand zu sehen, solange die Covid-Vorschriften in Kinos befolgt werden.

Der internationale Filmstart außerhalb der USA sei für den 16. Dezember geplant, schreibt das Branchenblatt. In wichtigen Märkten in den USA und weltweit sind die Kinos wegen der Coronavirus-Krise geschlossen oder dürfen nur mit geringer Auslastung öffnen. Zahlreiche geplante Filmstarts sind in den letzten Monaten auf 2021 verlegt worden.

«Wonder Woman 1984» mit Gadot als Amazonenkämpferin sollte im Juni in die US-Kinos kommen. Coronabedingt folgten mehrere Aufschübe, zuletzt von Oktober auf Dezember. Der Original-Film «Wonder Woman» mit Gadot, Chris Pine und Robin Wright war 2017 ein großer Kinohit. Jenkins («Monster») hat die Fortsetzung an vielen Schauplätzen in drei Ländern gedreht.


Schriftstellerin Anja Kampmann geht bei US-Buchpreisgala leer aus

NEW YORK: Die in Hamburg geborene Schriftstellerin Anja Kampmann ist bei der Verleihung der National Book Awards der USA leer ausgegangen. Kampmann war in der Kategorie für übersetzte Literatur mit ihrem auf Deutsch 2018 im Carl Hanser Verlag erschienenen Debütroman «Wie hoch die Wasser steigen» nominiert, musste sich bei der Online-Gala in der Nacht zum Donnerstag aber der Japanerin Yu Miri und ihrem Buch «Tokyo Ueno Station» geschlagen geben. «Wie hoch die Wasser steigen» war unter dem Titel «High as the Waters Rise» in diesem Jahr übersetzt von Anne Posten in den USA veröffentlicht worden.

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