Armee sichert Nepals Hauptstadt

Hilton niedergebrannt, Ehefrau von Ex-Premier gestorben

Soldaten verhindern Gefängnisausbruch nach Protesten gegen Korruption und Social-Media-Verbot. Foto: epa/Narendra Shrestha
Soldaten verhindern Gefängnisausbruch nach Protesten gegen Korruption und Social-Media-Verbot. Foto: epa/Narendra Shrestha

KATHMANDU: Soldaten patrouillieren in Nepals Hauptstadt, nachdem tagelange Proteste das Land erschüttert haben. Die Regierung hatte zuvor Social-Media-Plattformen gesperrt und damit Zehntausende auf die Straßen getrieben. Bei den Unruhen kam es zu Plünderungen, Bränden und Angriffen auf Regierungsgebäude. Premierminister Oli trat zurück, während die Frau eines Ex-Regierungschefs bei einem Brandanschlag ums Leben kam.

Nach dem Rücktritt von Premierminister Khadga Prasad Sharma Oli und massiven Protesten hat die Armee in Kathmandu und anderen Landesteilen die Kontrolle übernommen. Das Militär kündigte an, Ausgangssperren bis auf Weiteres aufrechtzuerhalten. Vandalismus, Brandstiftung und Plünderungen würden strafrechtlich verfolgt, erklärte die Armeeführung. Ziel sei es, Ruhe und Ordnung wiederherzustellen und Menschenleben zu schützen, berichteten unter anderem Reuters und AP.

Hilton in Flammen

Besonders betroffen war das Hilton Hotel in Kathmandu, das von Demonstranten in Brand gesetzt wurde. Lokale Medien wie die Times of India zeigten Bilder des völlig verkohlten Hochhauses. Feuerwehr und Rettungskräfte sprachen von schwersten Schäden an der Infrastruktur. Das Hilton galt als eines der modernsten und höchsten Hotels des Landes.

Tote und Verletzte bei den Unruhen

Die Bilanz der Gewalt ist erschütternd: Zwischen 25 und 30 Menschen kamen bei Zusammenstößen mit der Polizei ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Sicherheitskräfte setzten Tränengas, Wasserwerfer und in einigen Fällen auch scharfe Munition ein. Augenzeugen berichteten von Angriffen auf Ministerresidenzen, Regierungsgebäude sowie Büros und Privathäuser. Zahlreiche Hotels und Geschäfte fielen Plünderungen zum Opfer.

Ehefrau von Ex-Premier gestorben

Besonders tragisch ist der Tod von Rajyalaxmi Chitrakar, Ehefrau des früheren Premierministers Jhalanath Khanal. Ihr Haus war in Brand gesetzt worden, sie erlag laut Berichten der Times of India und anderer Medien schweren Verbrennungsverletzungen. Allerdings gab es widersprüchliche Meldungen, wonach sich ihr Zustand zwischenzeitlich gebessert habe. Internationale Beobachter fordern nun eine unabhängige Aufklärung der Todesfälle.

Nepals politische Krise verschärft sich damit weiter. Nach dem Rücktritt Olis stehen Verhandlungen über eine Übergangsregierung an. Protestierende fordern ein Ende von Korruption und Vetternwirtschaft. 

Internationale Reaktionen

Thailand reagierte pragmatisch: Die thailändische Botschaft stellte ihre konsularischen Dienste in Kathmandu vorübergehend ein und rief Landsleute dazu auf, zu Hause zu bleiben, lokale Anweisungen strikt zu befolgen und die Sicherheitslage weiter zu beobachten.

Weitere Länder und internationale Institutionen reagierten teils mit Reisehinweisen, teils mit diplomatischem Appell:

Türkei warnte ihre Staatsbürger vor unangemessenen Reisen nach Nepal.

Israel riet seinen Bürgern zur Vorsicht in Anbetracht der eskalierenden Gewalt.

Deutschland, die EU und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch fordern eine unabhängige Untersuchung, Menschenrechtsrespekt und Zurückhaltung bei der Gewaltanwendung.

Indien, als wichtiger Nachbar, äußerte Besorgnis über die Unruhen und betonte die Bedeutung von Frieden und Dialog.

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joe bachmann 12.09.25 05:40
Korrektur! In den deutschsprachigen Medien steht überall, Nepals Jugend habe Parlament, Hotels und Privathäuser niedergebrannt. Das ist falsch. Ihre friedliche Demo wurde gekapert. Nach Ausbruch der Gewalt zogen sich die Jungen sofort zurück. Heute sind es die Jungen, die den Schaden von Chaoten aufräumen.

es gäbe bilder zu dieser korrektunr, aber das geht ja leider nicht.

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