Nachrichten zum Thema Seefahrt am Donnerstag

Sueskanal, Ismailia, Ägypten. Archovfoto: epa/KHALED ELFIQI
Sueskanal, Ismailia, Ägypten. Archovfoto: epa/KHALED ELFIQI

Erneut Schiff im Suezkanal stecken geblieben - Kanal wieder frei

KAIRO: Ein halbes Jahr nach der Blockade des Suezkanals in Ägypten ist dort für kurze Zeit erneut ein Schiff stecken geblieben. Ein 225 Meter langer Frachter sei in der Wasserstraße am Donnerstag auf Grund gelaufen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Quellen in der Kanalbehörde. Kurze Zeit später habe er seine Fahrt fortsetzen können, hieß es. Vier nachfolgende Schiffe seien aufgehalten worden. Der Schiffsverkehr sei aber nur teilweise beeinträchtigt gewesen.

Bei dem betroffenen Schiff handelt es sich dem Schiffsdaten-Anbieter «Marine Traffic» und Berichten zufolge um den Massengutfrachter «Coral Crystal», der unter Flagge Panamas fährt. Er war am Donnerstag auf dem Weg von Rumänien am Schwarzen Meer in Richtung Sudan.

Ende März war im Suezkanal das Containerschiff «Ever Given» auf Grund gelaufen. Sechs Tage blockierte das 400 Meter lange Frachtschiff den Kanal, woraufhin sich ein Stau bildete und die Durchfahrt Hunderter Schiffe verzögert wurde. Im Juli einigte sich die Behörde mit dem japanischen Schiffseigner auf eine Schadenersatzzahlung. Die Summe dieser Einigung wurde nicht bekannt.

Der Suezkanal ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Sie verbindet das Mittelmeer mit dem Roten Meer und ist die kürzeste Verbindung auf dem Seeweg von Asien nach Europa. Für Ägypten zählt der Kanal zu den wichtigsten Einnahmequellen. In der ersten Hälfte dieses Jahres erzielte die Kanalbehörde trotz der Blockade durch die «Ever Given» einen Umsatz von rund drei Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro).


25 Menschen nach Bootsunglück in Indonesien vermisst - zwei Tote

JAKARTA: Nach einem Bootsunglück in Indonesien werden 25 Menschen in der Bandasee vermisst. Zwei Fischer seien ums Leben gekommen, als ihr Boot vor der Inselgruppe der Molukken in Flammen aufging, sagte ein Sprecher des Such- und Rettungsdienstes am Donnerstag. Die anderen Passagiere seien ins Meer gesprungen, erzählten Überlebende, die von anderen Fischern gerettet wurden. Wie erst jetzt bekannt wurde, soll sich das Unglück bereits in der vergangenen Woche ereignet haben.

Einsatzkräfte und die Marine suchten nach den Vermissten, jedoch würden ihre Bemühungen von schlechtem Wetter behindert, sagte der Sprecher. Das Boot sei vom Fischereihafen Muara Angke in Jakarta unterwegs nach Merauke in der indonesischen Provinz Papua gewesen. Nachdem es von einer hohen Welle getroffen worden sei, sei es in Flammen aufgegangen.

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