Nachrichten zum Thema Seefahrt am Dienstag

Foto: Pixabay/Addesia
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Pentagon: Huthi haben US-Drohne über dem Roten Meer abgeschossen

WASHINGTON: Vor der jemenitischen Küste im Roten Meer ist nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums eine amerikanische Militärdrohne vom Typ MQ-9 abgeschossen worden. Ersten Erkenntnissen zufolge sei die Drohne am Montag von einer Rakete der militant-islamistischen Huthi-Miliz getroffen worden, sagte Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh am Dienstag in Washington. Bereits im November hatten die Huthi eine MQ-9-Drohne des US-Militärs abgeschossen. Man habe am Wochenende einen Anstieg der Angriffe der Huthi-Miliz auf die US-Streitkräfte und die Handelsschifffahrt erlebt, sagte Singh auf Nachfrage.

Die Huthi-Miliz im Jemen nimmt im Zuge des Gaza-Krieges zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas immer wieder Schiffe im Roten Meer ins Visier. Die vom Iran unterstützte Miliz agiert nach eigenen Angaben aus Solidarität mit der Hamas und richtet ihre Attacken vor der jemenitischen Küste auf Frachter mit angeblicher israelischer Verbindung. Für den Welthandel gilt das Rote Meer als einer der wichtigsten Schifffahrtswege, weil es das Mittelmeer über den Suezkanal in Ägypten mit dem Indischen Ozean verbindet. Die USA und Großbritannien haben deswegen zuletzt Ziele der Huthi im Jemen angegriffen.


Französische Fregatten schießen Drohnen im Roten Meer ab

PARIS: Zwei französische Fregatten haben im Roten Meer in der Nacht zum Dienstag zwei Drohnen abgeschossen, nachdem sie zuvor vielfältige Drohnenangriffe aus Richtung des Jemen registriert hatten. «Diese Aktionen tragen zur maritimen Sicherheit bei, vom Suezkanal bis zur Straße von Hormus, und unterstützen die Verteidigung der Freiheit der Schifffahrt», teilte das französische Verteidigungsministerium in Paris mit. Das gleiche Ziel verfolge der am Montag beschlossene EU-Militäreinsatz zur Sicherung der Handelsschifffahrt im Roten Meer.

Deutschland hat zur Unterstützung dieses Einsatzes die Fregatte «Hessen» in die Region entsandt. Frankreich ist dort bereits seit dem 8. Dezember mit der Fregatte «Languedoc» präsent, die am 20. Januar Unterstützung von der Fregatte «Alsace» erhalten hat.

Die militant-islamistische Huthi-Miliz im Jemen nimmt im Zuge des Gaza-Krieges zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas immer wieder Schiffe im Roten Meer ins Visier. Die Miliz agiert nach eigenen Angaben aus Solidarität mit der Hamas und richtet ihre Attacken vor der jemenitischen Küste auf Frachter mit angeblicher israelischer Verbindung. Für den Welthandel gilt das Rote Meer als einer der wichtigsten Schifffahrtswege, weil es das Mittelmeer über den Suezkanal in Ägypten mit dem Indischen Ozean verbindet.


Die «Hessen» im Roten Meer: Gefährlicher Einsatz der deutschen Marine

SOUDA: Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius hat den bevorstehenden Einsatz der Fregatte «Hessen» im Roten Meer als Zeichen gewertet, dass Deutschland bereit und in der Lage ist, international Verantwortung zu übernehmen.

«Man kann ohne Übertreibung sagen, es ist der ernsthafteste, der gefährlichste Einsatz der Marine seit Jahrzehnten», erklärte Pistorius am Dienstag bei seinem Besuch auf dem deutschen Schiff, das derzeit auf Kreta im Mittelmeer ankert, aber bald Kurs auf das Rote Meer nehmen soll. Es gehe um den Schutz des Völkerrechts, der Freiheit, der Sicherheit auf den Meeren, aber auch um die Stabilisierung von Handelsrouten und der gesamten Region.

Der Bundestag stimmt am Freitag über das Mandat ab. Sollte das deutsche Parlament wie erwartet zustimmen, wird die Fregatte, deren Heimathafen die norddeutsche Stadt Wilhelmshaven ist, unmittelbar danach durch den ägyptischen Suezkanal ins Rote Meer einfahren. Die Mission gilt als gefährlichster reiner Marine-Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr. Die militant-islamistische Huthi-Miliz aus dem Jemen will mit dem Beschuss von Schiffen im Roten Meer ein Ende der israelischen Angriffe im Gazastreifen erzwingen.

Pistorius sagte, auch ein direkter Angriff der Huthi auf die deutsche Fregatte sei nicht auszuschließen. «Das gehört zur operativen Vorbereitung dazu, sich auch darauf einzustellen.» Der sozialdemokratische Politiker betonte zugleich, dass es sich um einen defensiven Einsatz handele. «Wir sind mit der Fregatte nur unterwegs, um Angriffe mit Drohnen, mit Raketen, mit was auch immer auf die Schiffe, die hier durchfahren, abzuwehren.» Es gehe nicht um Schläge auf Huthi-Stellungen auf dem Festland wie bei Amerikanern und Briten.


Neue Spannungen zwischen Peking und Taipeh nach tödlichem Bootsunfall

TAIPEH/PEKING: Ein Schiff der taiwanischen Küstenwache verfolgt ein chinesisches Fischerboot in der Taiwanstraße. Das Boot kentert, zwei Seeleute sterben - und die chinesische Seite reagiert.

Der Tod zweier chinesischer Fischer in der Meerenge zwischen China und Taiwan hat die Beziehung beider Staaten weiter verschlechtert. Taiwans Ministerpräsident Chen Chien-jen appellierte am Dienstag an beide Seiten, Fischerboote am illegalen Eindringen in geschützte Gewässer zu hindern.

Auslöser des Streits zwischen Peking und Taipeh war das Kentern eines chinesischen Fischerbootes nahe der taiwanischen Insel Kinmen am vergangenen Mittwoch, bei dem zwei Seeleute starben. Taiwanischen Angaben zufolge wollte sich die Bootsbesatzung einer Kontrolle der Küstenwache entziehen, ihr Boot sei bei der anschließenden Verfolgung gekentert. Zwei Seeleute konnten gerettet werden.

Kinmen liegt nur wenige Kilometer von der südostchinesischen Stadt Xiamen entfernt. Laut Chen legte Taiwan 1992 eingeschränkt zugängliche und gesperrte Gebiete in den Gewässern dort fest. China erkennt diese nicht an und spricht von «traditionellen Fischereigebieten».

Das chinesische Büro für Taiwan-Angelegenheiten sprach nach dem Kentern des Boots von einem «bösartigen Vorfall» und forderte Aufklärung. Sprecherin Zhu Fenglian verlangte am Montag von Taiwan, in dem Fall zu kooperieren. Am Dienstag trafen Angehörige der überlebenden Seeleute in Kinmen ein, um sie abzuholen.

Nach dem Unfall verstärkte China die Präsenz seiner Küstenwache in der Region. Laut der taiwanischen Nachrichtenagentur CNA gingen am Montag chinesische Beamte an Bord eines mit 23 Passagieren und 11 Crew-Mitgliedern besetzten taiwanischen Touristenbootes, um es zu kontrollieren. Solche Kontrollen sind eher selten - und werden von Taiwan als Verletzung der eigenen Souveränität betrachtet.

China betrachtet Taiwan als Teil seines Gebiets und droht mit einer gewaltsamen Eroberung der Inselrepublik, obwohl es dort seit Jahrzehnten eine unabhängige und demokratisch gewählte Regierung gibt. Das Verhältnis der beiden Staaten ist deshalb seit vielen Jahren angespannt. Fast täglich überqueren chinesische Kampfflugzeuge als Machtdemonstration die inoffizielle Mittellinie in der Meerenge. Peking hat bereits mehrfach angekündigt, dass man eine Wiedervereinigung mit Taiwan notfalls auch mit militärischen Mitteln erzwingen werde.

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Leserkommentare

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