Eurokurs gestiegen - EZB-Referenzkurs: 1,0478
FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0478 (Donnerstag: 1,0390) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9543 (0,9624) Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83215 (0,83313) britische Pfund, 160,09 (159,79) japanische Yen und 0,9442 (0,9421) Schweizer Franken fest.
ADAC warnt ab 2027 vor stark steigenden Spritpreisen
BERLIN: Der ADAC warnt vor einer starken Erhöhung der Spritpreise ab 2027. ADAC-Präsident Christian Reinicke sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei davon auszugehen, dass der CO2-Preis in den Jahren ab 2027 deutlicher steige als in diesem und im nächsten Jahr. «Ähnlich wie in diesem Jahr gehen wir für 2026 von einem Preisanstieg von maximal 3 Cent bei Benzin und 3,1 Cent beim Diesel aus.» Beginnend mit 2027 und in den Folgejahren rechne der ADAC dann noch einmal mit Steigerungen von bis zu 19 Cent pro Liter Benzin und Diesel - abhängig davon, wie schnell es beim Klimaschutz vorangeht. Hintergrund ist eine Reform des Emissionshandels. Der Bundesrat befasst sich heute mit vom Bundestag bereits beschlossenen Gesetzesänderungen, mit denen notwendige Anpassungen an EU-Recht umgesetzt werden.
IEA: Weltweiter Stromverbrauch steigt kräftig an
PARIS: Der wachsende Energiehunger von Schwellen- und Entwicklungsländern sowie der zunehmende Strombedarf der Wirtschaft wird den weltweiten Stromverbrauch in den kommenden Jahren in die Höhe treiben. Bis 2027 wird ein jährlicher Anstieg des Verbrauchs um fast vier Prozent vorhergesagt, teilte die Internationale Energieagentur (IEA) in Paris mit. Der Anstieg sei in erster Linie auf die stark wachsende Nutzung von Strom für die industrielle Produktion, die steigende Nachfrage nach Klimaanlagen, die zunehmende Elektrifizierung, insbesondere im Verkehrssektor, und die rasche Expansion von Rechenzentren zurückzuführen. Der mit 85 Prozent größte Teil der zusätzlichen Nachfrage entfalle auf Schwellen- und Entwicklungsländer, teilt die IEA mit.
BGH: Kostenverteilung zwischen Eigentümern darf geändert werden
KARLSRUHE: Eine Wohnungseigentümergemeinschaft darf per Beschluss die Verteilung von Kosten auf einzelne Eigentümer auch zu deren Nachteil ändern - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und nicht ohne sachlichen Grund. Dazu machte der Bundesgerichtshof (BGH) nun anhand zweier Fälle präzisere Vorgaben. Demnach kann eine Wohnungseigentümergemeinschaft, die einmal eine Kostentrennung zwischen verschiedenen Gebäudeteilen festgeschrieben hat, diese Kostentrennung in der Regel nicht einfach abändern.
Auto- und Bahnfahren wurde im Januar deutlich teurer
BERLIN: Sowohl für Bahn- als auch für Autofahrer ist der Weg zur Arbeit zum Jahresbeginn teurer geworden. Im Schienenverkehr sind die Preise im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat im Schnitt um 6 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Nahverkehr lag die Teuerung gar bei 7,6 Prozent. Die Preise für kombinierte Tickets für Busse und Bahnen stiegen um fast 12 Prozent. Treiber war den Statistikern zufolge dabei vor allem das teurere Deutschlandticket: Der Preis für das bundesweit gültige Monatsabo für den Nah- und Regionalverkehr erhöhte sich zum Januar um rund ein Fünftel auf 58 Euro pro Monat.
Bundesrat billigt Energie-Gesetzespaket
BERLIN: Der Bundesrat hat ein Gesetzespaket mit mehreren energiepolitischen Vorhaben gebilligt. Der Bundestag hatte die Gesetzesänderungen bereits beschlossen. Zum einen geht es um eine längere staatliche Fördermöglichkeit für Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) - das sind Anlagen, die gleichermaßen Strom und Wärme erzeugen. Der Bundesrat billigte zudem eine Reform des Emissionshandels. Dabei geht es um die CO2-Bepreisung und notwendige Anpassungen an EU-Recht. Zu den Gesetzesänderungen gehört auch, dass das Stromnetz besser für den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien gerüstet werden soll.
Trump: Chiphersteller sollen in den USA produzieren
WASHINGTON: US-Präsident Donald Trump hat die Chipindustrie aufgefordert, mehr Produktion in die USA zu verlagern. «Taiwan hat uns das Chipgeschäft weggenommen», sagte Trump im Weißen Haus. «Wir wollen es zurück in den USA. Und wenn sie es nicht zurückbringen, werden wir nicht sehr glücklich sein», warnte er. Die US-Chiphersteller wie Intel legten einst den Grundstein der Industrie. Doch vor allem die hochmodernen Chips werden inzwischen hauptsächlich in Taiwan produziert - auch wenn sie in den USA entwickelt werden. Branchenexperten führen den Wandel unter anderem darauf zurück, dass die Behörden die Hersteller über mehrere Jahrzehnte mit großzügigen Subventionen anlockten.
Trump stellt Tiktok längere Frist für Verkauf in Aussicht
WASHINGTON: US-Präsident Donald Trump hat einen noch längeren Aufschub für das drohende Aus der Video-App Tiktok in den USA in Aussicht gestellt. Er hatte die Umsetzung des US-Gesetzes zum Tiktok-Verkauf nach seinem Amtsantritt zunächst für 75 Tage ausgesetzt. Nun sagte Trump, er sei sicher, dass die Frist weiter verlängert werden könne. Zugleich denke er nicht, dass dies nötig sein würde, da es viel Interesse an Tiktok gebe. Für Tiktok tickt in den USA die Uhr. Das im vergangenen Jahr verabschiedete Gesetz schrieb vor, dass der in China ansässige Tiktok-Eigentümer Bytedance sich bis zum 19. Januar von Tiktok trennen musste, damit die App weiter in den USA verfügbar bleibt. Auch Trump beharrt darauf, dass der Dienst unter amerikanische Kontrolle kommen müsse.
Weniger schottischer Whisky nach Deutschland exportiert
EDINBURGH: Deutschland bleibt einer der weltweit größten Abnehmer für schottischen Whisky, der Import des Alkoholgetränks geht aber zurück. Wie der Verband Scotch Whisky Association mitteilte, wurde im vergangenen Jahr das Äquivalent von 56 Millionen Flaschen (70 cl) nach Deutschland mit einem Wert in Höhe von 169 Millionen Pfund exportiert. Das bedeutet einen Rückgang von 14,2 Prozent im Vergleich zu 2023 (197 Millionen Pfund). Deutschland liegt damit nach Wert auf Platz neun der zehn größten Abnehmer, deutlich hinter dem wichtigsten Markt in den USA (971 Millionen Pfund) sowie Frankreich (419 Millionen Pfund) und Singapur (310 Millionen Pfund). Nach Volumen ist Indien der größte Abnehmer.