LONDON: Teddybär und Löwe: Jan-Lennard Struff und Alexander Zverev sprechen in Wimbledon über tierische Vergleiche. Der Überraschungs-Viertelfinalist blickt zudem auf seine Aufgabe gegen Jannik Sinner.
French-Open-Viertelfinalist Alexander Zverev verglich Jan-Lennard Struff mit einem Teddybären - und welches Tier wäre Zverev aus Sicht von Struff? «Sascha ist ein Löwe», antwortete der Sauerländer nach seinem überraschenden Viertelfinal-Einzug in Wimbledon. «Wegen der Haare und weil er so brüllt vielleicht», meinte der 36-Jährige. Er glaube, Zverev habe das auch selbst mal über sich gesagt.
Zuvor hatte Zverev seinen Davis-Cup-Kollegen als «riesigen Teddybären» beschrieben, der kein Gramm Böses in sich habe. «Vielleicht mag er mich einfach so», entgegnete Struff nach seinem dramatischen Achtelfinale gegen den Polen Hubert Hurkacz und lächelte. «Keine Ahnung, muss ich ihn mal fragen, wenn ich ihn sehe.»
Dem Sauerländer gelang am Sonntagabend nach einem 0:2-Satzrückstand der Viertelfinaleinzug beim Rasenklassiker in London und damit der größte Erfolg seiner Tennis-Karriere bei den vier Grand-Slam-Turnieren. Sein polnischer Konkurrent Hurkacz musste im fünften Satz verletzungsbedingt aufgeben.
Struff traut sich Sieg gegen Sinner zu
Am Dienstag spielt der Überraschungs-Viertelfinalist nun gegen den Vorjahressieger und Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner aus Italien um das Erreichen des Halbfinals.
Es werde ein «spannendes Spiel», blickte der deutsche Davis-Cup-Spieler voraus. «Ich kann mit Selbstvertrauen reingehen. Es wird eine brutal schwierige Aufgabe, das ist völlig klar. Aber natürlich traue ich mir zu, dass ich da was schaffen kann, sonst bringt es nichts, auf den Platz zu gehen.»
Zverev möchte Struff am Montagabend in die Runde der besten Acht folgen. Der Weltranglisten-Dritte trifft in seinem Achtelfinale auf den Tschechen Jiri Lehecka.