Saudi-Arabien kündigt Hilfe für Ukraine an

​Nach Ärger mit den USA

Foto: epa/Str
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RIAD: Saudi-Arabien setzt nach heftiger Kritik aus den USA ein weiteres Zeichen zur Unterstützung der Ukraine. Der Kronprinz und faktische Herrscher des Landes, Mohammed bin Salman, sicherte der Ukraine humanitäre Hilfe im Wert von 400 Millionen US-Dollar (rund 410 Millionen Euro) zu, wie Saudi-Arabiens staatliche Nachrichtenagentur SPA am Samstag meldete. In einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj versprach der Thronfolger zudem, alle Maßnahmen zu unterstützen, die zur Deeskalation des Kriegs beitragen.

Saudi-Arabien zog jüngst Ärger aus Washington auf sich, als das Land einer Förderkürzung für Öl zustimmte. In den USA wurde die Ankündigung als Unterstützung des russischen Angriffskrieg in der Ukraine gewertet. Saudi-Arabien und Russland gelten als die führenden Kräfte im Ölverbund Opec+. Dieser will von November an zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) täglich weniger Öl fördern.

US-Präsident Joe Biden kündigte an, die Beziehungen zu Riad überdenken zu wollen. Die USA und das islamisch-konservative Königreich sind eigentlich seit Jahrzehnten Partner. Saudi-Arabien verteidigte den Beschluss. Er sei aus «rein wirtschaftlichen» Gründen getroffen worden.

Saudi-Arabien sendete zudem ein weiteres Zeichen der Entspannung im Streit mit den USA: Bei der jüngsten UN-Vollversammlung stimmte das Königreich für eine Resolution, die die völkerrechtswidrige Annexionen Russlands in der Ukraine verurteilt.

Saudi-Arabien bekenne sich zu den Grundsätzen des Völkerrechts und der Achtung staatlicher Souveränität, betonte der Kronprinz nun auch im Gespräch mit Selenskyj. Riad wolle zudem weiterhin zwischen der Ukraine und Russland vermitteln. Im September hatte die saudische Regierung eigenen Angaben zufolge einen Gefangenenaustausch zwischen beiden Ländern mit organisiert.

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Leserkommentare

Vom 10. bis 21. April schließen wir über die Songkranfeiertage die Kommentarfunktion und wünschen allen Ihnen ein schönes Songkran-Festival.

Ingo Kerp 16.10.22 13:20
Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Als nächstes kommen gleiche Rechte für Frau und Mann sowie Asylrecht für Migranten. Da wird sich aber manch einer verdutzt die Augen reiben.