Lula will bei Wahlsieg gegen Korruption vorgehen

Der ehemalige brasilianische Präsident und Kandidat für die kommenden Präsidentschaftswahlen, Luiz Inacio Lula da Silva, spricht während einer Pressekonferenz für ausländische Korrespondenten in Sao Paulo. Foto: epa/Fernando Bizerra
Der ehemalige brasilianische Präsident und Kandidat für die kommenden Präsidentschaftswahlen, Luiz Inacio Lula da Silva, spricht während einer Pressekonferenz für ausländische Korrespondenten in Sao Paulo. Foto: epa/Fernando Bizerra

RIO DE JANEIRO: Brasiliens Ex-Staatschef und Präsidentschaftskandidat Luiz Inácio Lula da Silva will der Korruption den Kampf ansagen, sollte er bei der Wahl im Oktober gewinnen. «Wir werden weiterhin Mechanismen schaffen, um Korruption zu untersuchen», sagte Lula am Donnerstagabend (Ortszeit) dem Sender «TV Globo». «Wer einen Fehler macht, wird bestraft». In Brasilien wird am 2. Oktober gewählt.

2018 wurde Lula selbst wegen Korruption und Geldwäsche zu einer gut zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt. Der populäre Politiker konnte deshalb 2018 nicht an der Präsidentenwahl teilnehmen, die der Rechtspopulist Jair Bolsonaro gewann. 2019 wurde Lula vorläufig aus der Haft entlassen. Im vergangenen Jahr hob der Oberste Gerichtshof das Urteil auf.

Rückblickend räumte Lula Fehler und Korruption während seiner Amtszeit ein: «Man kann nicht sagen, dass es keine Korruption gegeben hat, wenn die Leute gestanden haben», sagte er mit Blick auf Skandale wie die Schmiergeldaffäre um den Petrobras-Konzern.

Vor der Wahl im Oktober liegt Umfragen zufolge Lula vor Bolsonaro. Er wolle im Falle eines Wahlsieges Sachen besser machen, als er sie gemacht habe und mit «Glaubwürdigkeit, Vorhersehbarkeit und Stabilität» regieren, so Lula

Lula hatte Brasilien von Anfang 2003 bis Ende 2010 regiert. Mit Sozialprogrammen holte er Millionen Menschen aus der Armut. Auch wirtschaftlich boomte Brasilien. Allerdings verbreitete sich in der größten Volkswirtschaft der Region auch die Korruption weiter.

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