Kurdenregion im Irak will keine militärische Eskalation

Sicherheitskräfte und Luftabwehrsysteme fangen eine Drohne in der Nähe des US-Konsulats und des internationalen Flughafens von Erbil ab. Foto: epa/Gailan Haji
Sicherheitskräfte und Luftabwehrsysteme fangen eine Drohne in der Nähe des US-Konsulats und des internationalen Flughafens von Erbil ab. Foto: epa/Gailan Haji

ERBIL: Der Iran-Krieg zieht immer größere Kreise. Werden sich auch Kurdenmilizen aus dem Irak beteiligen? Aus der Region Kurdistan heißt es, man wolle keine Eskalation.

Angesichts von Spekulationen über eine Beteiligung kurdischer Milizen aus dem Irak am Krieg im Iran hat der Präsident der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak, Nechirvan Barsani, seinen Willen zum Frieden unterstrichen.

«Die Kurdistan-Region wird stets ein Grundpfeiler des Friedens bleiben und sich nicht auf Konflikte oder militärische Eskalationen einlassen, die das Leben und die Sicherheit unserer Bevölkerung gefährden», hieß es in einer Erklärung Barsanis.

US-Präsident Donald Trump soll laut US-Medienberichten erwägen, die irakischen Kurden und oppositionelle Gruppen im Iran bei einem Kampf gegen die iranische Führung zu unterstützen. Die irakischen Kurden haben zahlreiche Kämpfer an der rund 1.500 Kilometer langen Grenze zum Iran stationiert und teilweise auch Verbindungen zur kurdischen Minderheit im Iran.

Der TV-Sender CNN hatte unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet, der US-Geheimdienst CIA arbeite an einer Bewaffnung der irakischen Kurden. Ziel sei ein Bodeneinsatz im westlichen Iran in den kommenden Tagen, berichtete CNN unter Berufung auf einen ranghohen iranischen Kurdenvertreter. Das Weiße Haus wies die Berichte jedoch zurück.

Die iranischen Streitkräfte haben ihrerseits bereits kurdische Gruppen im benachbarten Irak angegriffen.

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