Drohnen bei Flughafen Erbil abgeschossen

Ein Mann zeigt in Erbil Überreste iranischer Drohnen nach Angriffen nahe US-Einrichtungen und dem Flughafen. Foto: epa/Gailan Haji
Ein Mann zeigt in Erbil Überreste iranischer Drohnen nach Angriffen nahe US-Einrichtungen und dem Flughafen. Foto: epa/Gailan Haji

ERBIL: Der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran wirkt sich auf die gesamte Region aus. Bei einem Stützpunkt im Nordirak werden Drohnen abgeschossen. Auch Soldaten der Bundeswehr sind dort stationiert.

In der Nähe des Flughafens Erbil im Nordirak sind am Sonntag nach dpa-Informationen mehrere Drohnen abgeschossen worden. Auf dem Gelände des Flughafens sind US-amerikanische und internationale Truppen stationiert, darunter auch Soldaten der Bundeswehr.

Aus Sicherheitskreisen hieß es, der Abschuss der Drohnen sei in der Stadt zu hören gewesen. Trümmerteile seien in einem im Bau befindlichen Gebiet in der Nähe des Flughafens niedergegangen.

Die kurdische Nachrichtenwebsite «Rudaw» berichtete ebenfalls von mehreren Explosionen in der Stadt. In sozialen Medien verbreitete Videos zeigten schwarzen Rauch, der aus der Ferne am Himmel aufstieg. Ein weiteres Video soll den Abschuss eines Geschosses dokumentieren.

Die proiranische irakische Miliz Saraja Awlija al-Dam erklärte laut «Rudaw», sie habe einen US-Stützpunkt in Erbil mit Drohnen und Raketen angegriffen. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben lag zunächst nicht vor.

Die Gruppe «Islamischer Widerstand» - eine Art Dachgruppe für proiranische Milizen im Irak - hat seit Sonntagmorgen 23 Operationen für sich reklamiert und dabei nach eigenen Angaben Dutzende Drohnen eingesetzt. Die Angriffe hätten sich gegen «gegnerische» Stützpunkte im Irak und in der Region gerichtet, hieß es. Auch die Miliz Saraja Awlija al-Dam zählt zu der Gruppe.

Im Rahmen eines internationalen Einsatzes unterstützt die Bundeswehr den Irak unter anderem bei der Ausbildung von Soldaten. Das soll in erster Linie ein Wiedererstarken der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verhindern. Schwerpunkt ist die Kurden-Metropole Erbil im Norden des Landes.

Noch vor Beginn der Eskalation hat die Bundeswehr wegen der wachsenden Spannungen bereits Soldaten aus dem nordirakischen Kurdengebiet ausgeflogen.

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