KRABI: Die traumhaften Strände von Koh Phi Phi, einem Juwel unter Thailands touristischen Attraktionen, stehen vor einer ernsten Bedrohung durch Meeresmüll, der durch den saisonalen Südwestmonsun angespült wird.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben die Verantwortlichen des Nationalparks Hat Noppharat Thara-Mu Ko Phi Phi nun verstärkte Maßnahmen angekündigt, um den Müll, der sich insbesondere am populären Strand von Koh Phi Phi Leh ansammelt, effektiver zu beseitigen.

Der Auslöser für diese dringend benötigten Bemühungen waren mehrere aktuelle Facebook-Beiträge von Assoc. Prof. Thon Thamrongnawasawat, einem renommierten Meeresumweltwissenschaftler und Dozenten an der Kasetsart-Universität. Prof. Thon dokumentierte während eines Schnorchelausflugs zur Beobachtung der Korallenbleiche, wie sich Abfall vor Koh Phi Phi Leh ansammelte, und warnte davor, dass dieser Müll die bereits durch Umweltzerstörung gefährdeten Korallenriffe schädigen könnte.

Die Bilder und Warnungen des Wissenschaftlers erreichten schnell Atthapol Charoenchansa, den Generaldirektor der Abteilung für Nationalparks, Wildtiere und Pflanzenschutz (DNP). Auf Grundlage der aufsehenerregenden Posts erhielt Charoenchansa einen ausführlichen Bericht von Yutthaphong Damsrisuk, dem Leiter des betroffenen Nationalparks, der die Ursache des Problems beleuchtete. Laut Yutthaphong ist der Müll nicht auf das Verhalten der Touristen zurückzuführen, sondern wird durch den Monsun aus verschiedenen Quellen wie Kanälen, Flüssen und umliegenden Gemeinden in das Meer und letztlich an die Strände gespült.
Dieses Phänomen tritt gewöhnlich von Mai bis Juli auf, allerdings in diesem Jahr mit einer besorgniserregenden Intensität. Als Reaktion darauf will die Parkverwaltung ihre Bemühungen verdoppeln und hat angekündigt, zusätzliches Personal einzusetzen, um den Müll täglich zu entfernen und besonders betroffene Gebiete intensiv zu säubern.