Kambodscha fordert Waffenruhe von Thailand

Menschen fliehen in Kambodscha vor Kämpfen an der Grenze zu Thailand. Über 4000 wurden in Sicherheit gebracht, es gab Tote und Verletzte. Foto: epa/Kith Serey
Menschen fliehen in Kambodscha vor Kämpfen an der Grenze zu Thailand. Über 4000 wurden in Sicherheit gebracht, es gab Tote und Verletzte. Foto: epa/Kith Serey

NEW YORK/BANGKOK: Die Eskalation an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha bereitet auch international immer mehr Sorge. Nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates fordert ein Botschafter ein Ende der Gewalt.

Kambodscha fordert ein sofortiges Ende der Feuergefechte an der Grenze zu Thailand. Der kambodschanische UN-Botschafter Chhea Keo sagte nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York: «Kambodscha forderte eine sofortige, bedingungslose Waffenruhe, und wir fordern auch eine friedliche Lösung des Konflikts.»

Thailand könne Kambodscha nicht glaubwürdig vorwerfen, das Land angegriffen zu haben, da dessen Armee nur ein Drittel so groß sei wie die Thailands, so Keo weiter. Zudem verfüge Kambodscha nicht einmal über eine voll ausgerüstete Luftwaffe. Die Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums hätten bei dem Treffen hinter verschlossenen Türen von beiden Konfliktparteien äußerste Zurückhaltung gefordert.

Der seit Jahrzehnten schwelende Konflikt zwischen den beiden südostasiatischen Nachbarn war am Donnerstag gefährlich eskaliert. Nach Schusswechseln an der Grenze hatte das thailändische Militär eigenen Angaben zufolge Kampfjets gegen kambodschanische Stellungen eingesetzt.

Kambodscha reagierte mit Artilleriefeuer, auch auf Wohngebiete. Unter anderem wurden eine Tankstelle und ein Krankenhaus getroffen. Wer das Feuer eröffnete, ist weiter unklar. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig. Medienberichten zufolge soll Thailand am Freitag erneut Luftangriffe geflogen haben.

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