Israels Staatspräsident warnt vor atomaren Fähigkeiten Teherans

Bundespräsident Ignazio Cassis (R) spricht neben Israels Staatspräsident Isaac Herzog während einer Pressekonferenz in Kehrsatz bei Bern. Foto: epa/Peter Klaunzer
Bundespräsident Ignazio Cassis (R) spricht neben Israels Staatspräsident Isaac Herzog während einer Pressekonferenz in Kehrsatz bei Bern. Foto: epa/Peter Klaunzer

BERN/BASEL: Israels Staatspräsident Izchak Herzog hat erneut mit scharfen Worten vor den strategischen Absichten des Irans gewarnt. Die internationale Gemeinschaft dürfe niemals dazu schweigen, dass Teheran versuche, in der Region Terror zu verbreiten und Israel von der Landkarte zu tilgen, sagte Herzog bei einem Treffen mit dem Schweizer Präsidenten Ignazio Cassis am Montag in Bern.

Besonders entscheidend sei, dass ein solcher Staat keine atomaren Fähigkeiten besitze. «Iran muss an solchen Fähigkeiten mit allen nötigen Mittel gehindert werden», sagte Herzog laut von seinem Büro verbreiteten Redetext mit Blick auf eine mögliche Wiederbelebung des Atom-Abkommens mit dem Iran. Der Deal soll Iran zwar am Bau einer Atomwaffe hindern, wird von Israel aber als unzureichend abgelehnt.

Der Anlass für Herzogs Besuch in der Schweiz war eine Veranstaltung zum Gedenken an den ersten Zionistenkongress in Basel vor 125 Jahren. 1897 trafen sich unter dem Vorsitz von Theodor Herzl (1860-1904) erstmals Anhänger des Zionismus mit dem Ziel, den Weg zu einem Staat für Juden in Palästina zu bereiten. Der österreichisch-ungarische Schriftsteller Herzl argumentierte, dass Juden aufgrund der Diskriminierung in vielen Ländern einen eigenen Staat brauchten. Herzls Pläne waren zunächst umstritten.

Zu der Jubiläumsgala waren mehr als 1000 Gäste eingeladen, wie die Veranstalter, die 1897 in Basel gegründete World Zionist Organization (WZO) und des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG), berichteten. Am ersten Kongress hatten knapp 200 Delegierte aus 16 Ländern teilgenommen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Ingo Kerp 30.08.22 11:40
Wie sollte man ein Land wie den Iran daran hindern, eine A-Bombe zu bauen? Verträge, so will es scheinen, koennen kein Land stoppen. Was bleibt? Militärische Gewalt? Das dürfte wohl kein Land auf sich nehmen, den Iran wegen einer evtl. A-Bombe zu attackieren. So wird man dem Iran, ebenso wie N.Korea hilflos zusehen müssen, wie sie ihre Bombe entwickeln. Wer weiß, wer noch auf diese Idee kommt oder bereits gekommen ist? Israel hat sie ja bereits seit Jahren, wie etliche andere Länder dieser Welt.

Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.