TEHERAN: Irans Armee meldet Warnschüsse auf US-Zerstörer im Arabischen Meer. Der Zwischenfall soll sich in den vergangenen 48 Stunden ereignet haben.
Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge Warnschüsse auf US-Kriegsschiffe vor ihrer Südküste gefeuert. Zwei US-amerikanische Zerstörer seien somit aus dem Arabischen Meer zurückgedrängt worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Es seien Kamikazedrohnen und Antischiffs-Marschflugkörper abgefeuert worden.
Ein Reporter des staatlichen Fernsehens sagte, der Vorfall habe sich in den vergangenen 48 Stunden ereignet. Seinen Worten nach wollte die US-Marine mit ausgeschalteten Navigationssystemen in den Persischen Golf einlaufen.
Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) dementierte die iranischen Berichte.
Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die Meerenge übernommen, die als Exportroute für Dünger, Öl und Flüssiggas für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung ist. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade verhängt, um den Iran am Export von Öl zu hindern. In den vergangenen Wochen kam es vereinzelt zu gegenseitigem Beschuss.
Am 28. Februar hatten Israel und die USA einen Krieg gegen den Iran begonnen. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe. Verhandlungen zwischen Teheran und Washington über ein Rahmenabkommen, mit dem der Krieg beendet und die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt geöffnet werden soll, stocken seit Wochen.