Gegen Teuerung: Athen führt Online-Preisvergleich für Alltagsgüter ein

Foto: Pixabay/User32212
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ATHEN: Butter kostet im griechischen Supermarkt mal 2,30 Euro, mal 3,47 Euro - mit einer App finden Verbraucher die günstigsten Angebote. Doch wird die Preisgestaltung der Supermärkte dadurch transparenter?

Im Kampf gegen die Teuerung hat die griechische Regierung am Mittwoch eine Plattform freigeschaltet, auf der Verbraucher die Preise Tausender alltäglicher Lebensmittel und Konsumgüter vergleichen können. Das Angebot soll auch als App und Barcode-Scanner fürs Smartphone erhältlich sein. Ziel sei es, mittelfristig mehr als 10.000 Produkte vergleichen zu können, berichten griechische Medien.

Enorme Preisunterschiede

Ein erster Test der Vergleichsseite posokanei.gov.gr (auf Deutsch: wie viel kostet es) zeigt interessante Ergebnisse. Butter für den Frühstückstisch? Enorme Preisunterschiede. Der günstigste Supermarkt bietet das Produkt einer dänischen Molkereigruppe für 2,30 Euro an - die teuerste Variante ist bei einer der führenden Supermarktkette für 3,47 Euro erhältlich, das entspricht pro Kilo fast 6 Euro mehr.

«Eine neue Waffe in der Hand»

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sagte im Nachrichtensender ERTnews, der Konsument habe jetzt eine neue «Waffe» in der Hand, um zu vergleichen. «Ich ermutige alle Bürger, die App herunterzuladen.» Er hob hervor, dass die Plattform auch Preise identischer Produkte in mehreren europäischen Ländern anzeige. Das sei besonders wichtig - multinationale Unternehmen müssten nun erklären, warum identische Produkte in Griechenland teurer seien als in anderen EU-Ländern. Zu den Vergleichsländern gehören demnach Italien, Frankreich, Belgien, Rumänien, Bulgarien, Zypern und Spanien.

Die Griechen leiden im EU-Vergleich besonders stark unter der Teuerung der vergangenen Jahre. Die Einkommen liegen weit unter dem EU-Durchschnitt und die Kaufkraft ist eine der niedrigsten im Staatenverbund.

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