ATHEN: Ein 37-jähriger Hotelangestellter auf Kreta gerät ins Visier der Ermittler: Verdacht auf Terror-Ausbildung, Sprengstoffpläne und Verbindungen nach Zypern. Was steckt dahinter?
Die griechischen Sicherheitsbehörden haben nach eigenen Angaben eine mutmaßliche Terrorzelle aufgedeckt. Im Zuge der Ermittlungen wurde auf Kreta ein 37-jähriger Mann palästinensischer Herkunft festgenommen. Wie die Polizei in Athen mitteilte, wird ihm die Mitgliedschaft in der islamistischen Hamas und die Planung von Terroranschlägen vorgeworfen.
Verbindungen nach Zypern
Der Verdächtige soll Verbindungen zu zwei kürzlich auf Zypern festgenommenen Palästinensern haben. Die drei sollen nach Angaben der Ermittler eine gemeinsame Ausbildung im Umgang mit Sprengstoffen erhalten haben, teilte die Polizei weiter mit.
Der 37-Jährige war den Angaben zufolge vor etwa einem Jahr nach Griechenland gekommen und hatte dort Asyl erhalten. Zuletzt arbeitete er saisonal in einem Hotel in Agios Nikolaos auf Kreta. Dort legt immer wieder ein Kreuzfahrtschiff mit Touristen an, die aus Israel stammen, berichteten örtliche Medien.
Nachdem Hinweise auf eine mögliche Hamas-Mitgliedschaft aufgetaucht waren, wurde der Mann nach Medienberichten mehrere Tage lang überwacht. Der Festgenommene soll einem Staatsanwalt vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an, teilte die Polizei mit.