PATTAYA: Die Familie der 17-jährigen „Nong Cake“, deren Leiche in einem Koffer in Pattaya gefunden wurde, hat sich tief erschüttert über ihren Tod gezeigt. Im Zusammenhang mit dem Verbrechen wurde ein Australier festgenommen, gegen den inzwischen Anklage wegen Mordes erhoben wurde.
Nach Angaben der thailändischen Polizei nahmen Beamte am frühen Samstagmorgen (27. Juni 2026) einen Australier im Alter von über 40 Jahren am internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok fest. Der Verdächtige soll für die Tötung der Jugendlichen verantwortlich sein. Ihm werden Mord, das Verbergen einer Leiche, das Verbergen oder Beseitigen einer Leiche sowie die Mitnahme einer Minderjährigen zu sexuellen Zwecken zur Last gelegt. Die 17-Jährige stammte aus der Provinz Kalasin.
Festnahme nach Videoauswertung
Die Ermittler erklärten, dass Überwachungskameras aufgezeichnet hätten, wie der Verdächtige gemeinsam mit der Jugendlichen ein Wohngebäude betrat. Einige Stunden später habe er das Gebäude allein wieder verlassen und dabei einen Koffer getragen. In einem Beitrag auf der offiziellen Facebook-Seite der Polizei hieß es, dass der Verdächtige den Koffer anschließend auf ein Motorrad geladen und zu einem Waldstück an der Umgehungsstraße an nahe der Bahnstrecke gebracht. Nachdem die Leiche dort entdeckt worden war, erließen die Behörden einen Haftbefehl und nahmen ihn am Flughafen fest, als er sich auf den Rückflug nach Australien vorbereitete.

Vor seiner Überstellung an das Provinzgericht Pattaya richtete der Verdächtige im Verhörraum der Polizei eine Botschaft an die Familie des Opfers. „Es tut mir leid, was mit Ihrer Tochter passiert ist. Es lag außerhalb meiner Kontrolle“, sagte er.
Vater kämpft mit dem schweren Verlust
Der 46-jährige Vater der Getöteten, Thongchai Donhomla, erklärte, dass er den Verlust seiner Tochter nur schwer verkraften könne. „Ich bin zutiefst traurig. Meine Tochter hatte keine Mutter. Wenn sie etwas wollte, fand sie selbst einen Weg, es zu erreichen, und sie hat auch mir immer geholfen“, sagte er.
Stiefmutter fordert die Todesstrafe
Die Stiefmutter der Jugendlichen, Oradee Bussarakum, sagte, dass sie sich für den Verdächtigen die Todesstrafe wünsche. „Ich habe der Polizei gesagt, dass ich möchte, dass er hingerichtet wird. Als Stiefmutter weiß ich nicht, was ich sonst noch sagen soll. Ich möchte nur, dass er die vollen Konsequenzen trägt“, erklärte sie.
Die Polizei machte bislang keine Angaben dazu, wann der Angeklagte erstmals vor Gericht erscheinen wird.