AYUTTHAYA: Die Behörden haben am Freitag eine Fabrik für gefälschten Hustensaft im Bezirk Uthai der Provinz Ayutthaya ausgehoben und ein Netzwerk aufgedeckt, das den Saft mit suchtgefährdenden Substanzen vermischte, um das illegale Getränk „4X100“ herzustellen.
Beamte der Verbraucherschutzpolizei und der thailändischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) durchsuchten zwei Lagerhäuser und beschlagnahmten über 172.000 Flaschen gefälschten Hustensaft sowie Maschinen, Geräte, Werkzeuge und große Mengen an Rohmaterialien. Der Wert der sichergestellten Waren wird auf über 20 Millionen Baht geschätzt.

Die Razzia erfolgte nach Hinweisen auf die illegale Herstellung des berauschenden Getränks „4X100“, bei dem Hustensaft, Antihistaminika und andere Medikamente mit Kratom-Extrakt vermischt werden. Die steigende Verbreitung dieser Mischung hat zu einer Zunahme illegaler Produktionsstätten geführt.
Nach Angaben der Ermittler wurden die Zutaten, Rohmaterialien und Verpackungen aus verschiedenen Quellen beschafft. Die Herstellung des Hustensafts erfolgte in einem Lagerhaus im Moo-4-Gebiet, während die Abfüllung etwa 500 Meter entfernt in einem weiteren Lagerhaus in Moo 2 stattfand. An der Produktion waren Berichten zufolge auch Wanderarbeiter beteiligt, und die Standorte wurden regelmäßig gewechselt, um einem polizeilichen Zugriff zu entgehen.

Weitere Ermittlungen ergaben, dass das Netzwerk den gefälschten Hustensaft auch an Gruppen in Samut Sakhon, Nakhon Pathom und umliegende Provinzen lieferte. Bereits im August 2024 und Januar 2025 hatten die Behörden Razzien gegen dieses Netzwerk durchgeführt, doch die Täter setzten ihre illegalen Aktivitäten fort.
In enger Zusammenarbeit mit der FDA und dem Provinzbüro für öffentliche Gesundheit erwirkte die Polizei nun einen Gerichtsbeschluss zur Durchsuchung der Lagerhäuser. Die Ermittler sammeln derzeit weitere Beweise, um die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen. Ihnen drohen Anklagen wegen „unbefugter Herstellung und des Verkaufs von Arzneimitteln“ sowie „Herstellung und Verkauf gefälschter Medikamente“.