Erfolgreichster Olympia-Tag für deutsches Team

Olympia, Doppelsitzer, Männer, 2. Durchgang, Yanqing National Sliding Centre. Tobias Arlt (l-r), Tobias Wendl, Toni Eggert und Sascha Benecken aus Deutschland reagieren nach dem Gewinn der Gold- und Silbermedaille. Foto: Michael Kappeler/dpa
Olympia, Doppelsitzer, Männer, 2. Durchgang, Yanqing National Sliding Centre. Tobias Arlt (l-r), Tobias Wendl, Toni Eggert und Sascha Benecken aus Deutschland reagieren nach dem Gewinn der Gold- und Silbermedaille. Foto: Michael Kappeler/dpa

PEKING: Die deutschen Wintersportler haben bei den Olympischen Spielen in Peking drei Mal Grund zum Jubeln. Kombinierer Vinzenz Geiger und die Rodel-Doppelsitzer holen Gold. Das deutsche Team schließt den Tag auf Platz eins im Medaillenspiegel ab.

Mit zweimal Gold und einmal Silber hat das deutsche Olympia-Team bei den Winterspielen in China seinen bislang erfolgreichsten Wettkampftag erlebt. Der Nordische Kombinierer Vinzenz Geiger gewann am Mittwoch in Zhangjiakou den Einzel-Wettbewerb. Wenig später rasten auf der Bahn im Sliding Centre Yanqing die Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt im Doppelsitzer zu ihrer insgesamt fünften olympischen Gold-Medaille. Coup. Nach zwei Durchgängen lag das Duo aus Berchtesgaden und Königssee knapp vor den Weltmeistern Toni Eggert und Sascha Benecken.

Mit insgesamt fünf goldenen und drei silbernen Medaillen schloss das deutsche Team den fünften Entscheidungstag in Peking nach 37 von 109 Wettbewerben vorerst auf Platz eins der Nationenwertung ab.

«Atemberaubend. Ich bin sprachlos. Ich kann es einfach nicht glauben. Das ist so verrückt», sagte der 24 Jahre alte Geiger. Als Elfter nach dem Sprung von der Normalschanze war er in die Loipe zum Zehn-Kilometer-Lauf gestartet. Mit einem fulminanten Finish ließ er die komplette Konkurrenz stehen und entriss seinem Teamkollegen Johannes Rydzek auf den letzten Metern noch das sicher geglaubte Gold. Der lange führende Rydzek wurde am Ende Fünfter.

Geigers Leistung war umso bemerkenswerter angesichts der Umstände. In den vergangenen Tagen hatte er jede Menge Chaos erlebt, weil er als Kontaktperson der corona-infizierten Teamkollegen Eric Frenzel und Terence Weber zahlreiche Einschränkungen hinnehmen musste.

Beinahe erwartbar waren Gold und Silber bei den Rodel-Doppelsitzern. Die Frage lautete nur, welches der beiden deutschen Paare vorne liegen würde. Am Ende trennten Wendl/Arlt nur 0,099 Sekunden von ihren Dauerrivalen Eggert/Benecken. Mit jeweils fünf Mal Gold haben Wendl und Arlt nach Olympiasiegen mit den deutschen Winter-Rekordhalterinnen Claudia Pechstein und Natalie Geisenberger gleichgezogen. Gemeinsam mit Geisenberger kann das Duo am Donnerstag mit einem Sieg im Team-Wettbewerb an Pechstein vorbeiziehen.

Auch im alpinen Slalom sah es nach dem ersten Lauf nach einer Medaille für Lena Dürr aus. Doch im zweiten Durchgang fiel die 30-Jährige von Rang eins auf vier zurück. Gold ging an die Slowakin Petra Vlhova. US-Star Mikaela Shiffrin erlebte ihr nächstes Debakel und schied nach ihrem frühen Aus im Riesenslalom auch im ersten Lauf des Slaloms aus.

Nach einem positiven Test bei der Einreise am Dienstag hat sich der Corona-Befund bei einem Mitglied des deutschen Olympia-Teams in Peking nicht bestätigt. Nach zwei weiteren Tests wurde die Person als Kontaktfall eingestuft, darf aber als solcher weiter trainieren und am Wettkampf teilnehmen, wie der Deutsche Olympische Sportbund am Mittwoch mitteilte. Das Team-Mitglied muss sich von der Mannschaft separieren. Sollten weitere Tests bei den Winterspielen positiv sein, ist es möglich, dass die Person in einem Isolationshotel untergebracht wird.

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