Eine Insel, zwei Zölle

Probleme und Nordirland

Eine Radfahrerin überholt eine Dubliner Luas Tram in Dublin. Foto: epa/Adam Vaughan
Eine Radfahrerin überholt eine Dubliner Luas Tram in Dublin. Foto: epa/Adam Vaughan

DUBLIN: Irland und Nordirland werden unterschiedlich von Donald Trumps Strafzöllen getroffen. Ganz neu ist das Problem nicht - der Umgang damit ist aber noch lange nicht klar.

Die Strafzölle von US-Präsident Donald Trump führen auf der geteilten irischen Insel zu «enormen Komplexitäten» bei Handelsfragen. Für Exporte aus Nordirland, das zum Vereinigten Königreich gehört, werden in den USA die niedrigeren Zehn-Prozent-Zölle gelten, für Güter aus dem EU-Mitglied Irland werden 20 Prozent fällig. «Um ehrlich zu sein, wird derzeit intensiv daran gearbeitet, dieses Thema im Detail zu analysieren», sagte der irische Vize-Regierungschef Simon Harris dem Sender RTÉ.

Kompliziert wird es laut Harris vor allem bei Produkten mit grenzüberschreitender Produktion. Ähnlichen Fragen mussten sich beide Länder bereits beim Brexit des Vereinigten Königreichs mit dem Abschied aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion stellen.

Im Agrar- und Lebensmittelsektor sei seine derzeitige Einschätzung, dass man beispielsweise bei Whiskey vor dem Versand in die USA das Zollformular eindeutig ausfüllen könne, sagte Harris. Anders sei es etwa bei Milchprodukten. Waren, die aus dem Norden exportiert würden, könnten wegen grenzüberschreitender Produktion als aus dem Süden stammend gelistet werden. Es sei nun an den USA, die Sichtweise dazu zu erläutern.

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