Drei Kandidaten für irisches Präsidentenamt im Rennen

Foto: Pixabay/Alexander Gresbek
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DUBLIN: In einem Monat wählt Irland ein neues Staatsoberhaupt, drei Kandidaten bewerben sich. Mehrere Prominente zogen zurück.

Fußballmanager und Pilot statt Stepptänzer, Feministin statt umstrittener Boxer, Ex-Ministerin statt Rocksänger - bei der Kandidatensuche für die Präsidentschaftswahl in Irland hat es einige Überraschungen gegeben.

Am 24. Oktober stimmen die Irinnen und Iren über die Nachfolge von Präsident Michael D. Higgins (84) ab, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren darf. Die drei offiziellen Nominierten für sein Amt stehen nun fest. Es ist die kürzeste Liste bei einer Präsidentschaftswahl in Irland seit 1990. Der irische Präsident hat zeremonielle Aufgaben, geringe Machtbefugnisse und ist zumeist an Vorgaben der Regierung gebunden.

Die Kandidaten

Für die Partei Fine Gael geht die frühere Justizministerin Heather Humphreys ins Rennen. Die größte Oppositionspartei Fianna Fáil nominierte den früheren Offizier, Piloten und langjährigen Fußballmanager Jim Gavin. Von links tritt die unabhängige Abgeordnete Catherine Connolly an. Connolly gilt als streitbare Parlamentarierin mit klaren Positionen zu Irlands Neutralität, dem Gazakrieg und Frauenrechten.

Mehrere bekannte Persönlichkeiten haben ihre Bewerbung für die Präsidentschaftswahl zurückgezogen, darunter auch der umstrittene irische Kampfsportler Conor McGregor. Der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer war zuletzt mit rechtspopulistischen Äußerungen zur Einwanderung aufgefallen. Auch Riverdance-Star Michael Flatley und Live-Aid-Organisator Bob Geldof haben es sich noch einmal anders überlegt - oder eventuell doch nicht die nötige Unterstützung erhalten.

In letzter Sekunde nicht geschafft hat es die konservative Juristin Maria Steen, sie wurde für ihre Kampagnen gegen Abtreibung und die gleichgeschlechtliche Ehe bekannt.

Wer Präsident in Irland werden will, muss irischer Staatsbürger sein und mindestens 35 Jahre alt sein sowie eine Nominierung durch 20 Parlamentsmitglieder oder vier Kommunalverwaltungen vorweisen. Der Präsident wird vom Volk für sieben Jahre gewählt und kann einmal wiedergewählt werden. Higgins wurde 2011 erstmals vereidigt. 2018 wurde er mit der höchsten Stimmzahl der irischen Geschichte (822.566) im Amt bestätigt.

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