Ausschreitungen vor Asylunterkunft

​Irlands Justizminister droht Randalierern mit harter Strafe

Foto: Pixabay/Coilin
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DUBLIN: Die zweite Nacht in Folge kommt es vor einer Asylbewerberunterkunft am Rande der irischen Hauptstadt zu gewalttätigen Ausschreitungen. Irlands Justizminister kündigte ein hartes Vorgehen an.

Vor einer Asylbewerberunterkunft in Irland ist es die zweite Nacht in Folge zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Wie der öffentlich-rechtliche Sender RTÉ unter Berufung auf die Polizei berichtete, wurden 23 Menschen festgenommen. Bereits in der Nacht zuvor waren sechs Menschen bei ähnlichen Vorfällen in Gewahrsam genommen worden. Zum Anlass für die Ausschreitungen wurde laut Medien ein mutmaßlicher sexueller Übergriff auf ein Mädchen in der Gegend genommen.

Die Polizei war demnach mit einem Großaufgebot von 300 Beamten im Einsatz, darunter auch eine berittene Einheit; auch Hunde kamen zum Einsatz. Zwei Polizisten wurden dem Bericht zufolge verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Einer davon wurde durch einen Flaschenwurf am Kopf getroffen. Die britische Nachrichtenagentur PA berichtete von gegen Einwanderer gerichtete Parolen, die skandiert wurden.

Minister kündigt ganze Härte des Gesetzes an

Die Menge, die mehrheitlich aus Jugendlichen und jungen Männern bestand, ignorierte dem Bericht zufolge Aufforderungen, sich zu zerstreuen und griff die Polizei mit Feuerwerk und Wurfgeschossen an. Ob sich zum Zeitpunkt der Ausschreitungen in dem als Asylbewerberunterkunft genutzten Hotel Schutzsuchende aufhielten, war zunächst unklar.

Justizminister Jim O'Callaghan kündigte ein hartes Vorgehen an. Die Ausschreitungen verurteilte er als «schlägerhafte Gewalt», gegen die mit der ganzen Härte des Gesetzes vorgegangen werde. RTÉ zufolge arbeiteten die Ermittler daran, alle Beteiligten der Ausschreitungen zu identifizieren.

Auch in England hatte es im Sommer teils gewalttätige Proteste vor einer Asylbewerberunterkunft gegeben, nachdem ein Migrant wegen sexueller Belästigung einer Jugendlichen angeklagt worden war.

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