Ein Lufthanseat im Gespräch

Vortrag des Rotary-Clubs mit Dirk Grossmann von der Lufthansa

Dirk Grossmann begeisterte die Zuhörer mit Infos aus erster Hand. Auf großes Interesse stieß seine Bewertung des jüngsten Streiks der Flugbegleiter der Lufthansa. Fotos: bj
Dirk Grossmann begeisterte die Zuhörer mit Infos aus erster Hand. Auf großes Interesse stieß seine Bewertung des jüngsten Streiks der Flugbegleiter der Lufthansa. Fotos: bj

PATTAYA: Der Rotary-Club Phönix Pattaya veranstaltete am ersten Dezember einen Vortrag im Kongresssaal des Holiday Inn Pattaya mit Dirk Grossmann, General-Manager der Lufthansa-Gruppe für Thailand und die Mekong-Region, um den Besuchern das Tätigkeitsfeld von Deutschlands größter Fluggesellschaft in Südostasien vorzustellen.

Grossmann, der seit vier Jahren die Geschicke der Lufthansa in Bangkok leitet, präsentierte sich den zahlreich erschienenen Gästen als sympathischer Referent und führte mit Redegewandtheit sowie einer Prise Ironie locker und flockig durch den rund einstündigen Vortrag.

Streik, und was hat es gebracht?

Feste Tradition: Nach jedem Vortrag wird ein Gruppenbild mit den Rotary-Mitglieder geschossen.
Feste Tradition: Nach jedem Vortrag wird ein Gruppenbild mit den Rotary-Mitglieder geschossen.

Da der Streik der Flugbegleiter derzeit in aller Munde ist, verschränkte er sich auch nicht vor diesem brisanten Thema und leitete seinen Vortrag mit der Frage ein: „Streik, und was hat es gebracht?“ Grossmann zeigte großes Verständnis für den Ärger der betroffenen Fluggäste. So wurden alleine in Bangkok fünf Flüge gestrichen, wovon über 1.000 Passagiere betroffen waren. „Dank Austrian Airlines, Swiss und Thai Airways International gelang es uns jedoch, alle betroffenen Passagiere nach Hause zu bringen“, lobte Grossmann und führte fort, dass nicht nur bei den Fluggästen, sondern auch bei den Lufthansa-Mitarbeitern das Unverständnis groß war. „Das ist nicht der Standard der Lufthansa, den wir unseren Kunden bisher in den vergangenen 60 Jahren geboten haben“, zeigte sich der Lufthanseat selbstkritisch.

Begeistert präsentierte Grossmann die Lufthansa-Tochter Eurowings, die ab Dezember zweimal pro Woche Bangkok und Phuket ab dem Flughafen Köln-Bonn anfliegt. Die Frage, ob die Marke Germanwings durch die Marke Eurowings aufgrund der Katastrophe des Germanwings-Fluges 9525 in den Alpen am 24. März 2015 ersetzt wurde, beantwortete er mit einem klaren nein: „Diese Entscheidung stand schon vor der Katastrophe fest und beruhte auf dem enormen Kostendruck im europäischen Luftverkehr.“

Auf die Frage aus dem Publikum, wie er den Ausbau des U-Tapao Airports nahe Pattaya in der Provinz Rayong beurteilt, antwortete der Luftfahrtexperte, dass U-Tapao durchaus das Potential besitzt, erfolgreich betrieben zu werden. Vorausgesetzt, die richtigen Airlines werden angelockt. Er empfahl, insbesondere mehr Chartermaschinen aus Russland und China anzulocken und zeigte sich überzeugt, dass die russischen Urlauber schon bald wieder nach Thailand zurückkehren werden. Mit dem Ausspruch, dass U-Tapao wohl früher fertiggestellt wird, als der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER), sorgte er für amüsiertes Gelächter und erfuhr große Zustimmung von den vorwiegend deutschen Gästen.

Thailändische Stewardessen beliebt

Alfred Ulferts (r.) von Boncafé, im Bild mit Rotary-Präsident Hubert Meier (l.) bedankte sich bei Dirk Grossmann (M.) für den Vortrag mit einem Präsentkorb.
Alfred Ulferts (r.) von Boncafé, im Bild mit Rotary-Präsident Hubert Meier (l.) bedankte sich bei Dirk Grossmann (M.) für den Vortrag mit einem Präsentkorb.

Grossmann plauderte mun­ter aus dem Nähkästchen und informierte die Zuhörer, dass thailändische Stewardessen auf den Bangkok-Flügen außerordentlich beliebt sind: „Einige Vielflieger in der Business Class buchen bevorzugt Plätze, die von thailändischen Flugbegleiterinnen bedient werden. Das sagt natürlich viel über die Servicementalität aus!“

Als Verkaufsschlager bezeichnete er die neue Premium Economy Class der Lufthansa, die auch auf den Bangkok-Flügen angeboten wird und sich durch mehr Platz und breiteren Sitzen auszeichnet. „Insbesondere für Thailand-Residenten ist ein absolutes Kaufargument, dass sie zwei Gepäckstücke à 23 Kilogramm aufgeben können“, informierte Grossmann.

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Mike Dong 12.06.17 20:16
Was für ein Quatsch. Als ob man sich bei der Buchung eines Biz Class Fluges die Herkunft der Flugbegleiterin aussuchen könnte. Das habe ich ja noch nie gehört. Wo kann man das das Häkchen machen ? Ich bezweifle allerdings nicht, daß eine thai Flugbegleitetin besseren Feedback bekommt. Und der wird von Zeit zu Zeit anhand von kurzen Fragebögen vor Ende des Fluges erhoben.

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