PATTAYA: Die Polizei von Bang Lamung hat gemeinsam mit der Bezirksverwaltung und dem Department of Special Investigation (DSI) eine mutmaßliche Produktionsstätte für E-Zigaretten ausgehoben. In einem Lagerkomplex auf einem mehr als fünf Rai großen Gelände wurden Produktionsanlagen, Fruchtaromen, Bauteile sowie große Mengen fertig verpackter E-Zigaretten entdeckt. Mehrere ausländische Arbeitskräfte versuchten während des Einsatzes zu fliehen. Die Behörden ermitteln nun gegen die Hintermänner und Geldgeber des Betriebs.
Am Montag (8. Juni 2026) gegen 14.30 Uhr leitete Bezirkschef Anusak Piriyamorn gemeinsam mit Polizeichef Pol. Col. Sarawut Nuchanat von der Polizeistation Bang Lamung sowie Vertretern des DSI einen Einsatz gegen ein verdächtiges Lagerhaus in Nong Pla Lai im Bezirk Bang Lamung, Provinz Chonburi. Mehr als 30 Beamte von Polizei, Spezialeinheiten, Bezirksverwaltung und DSI waren an der Durchsuchung beteiligt.
Fabrik mit eigener Produktionslinie

Die Ermittler stellten fest, dass das Gelände mit Wellblechzäunen umgeben war und über getrennte Bereiche für Produktion und Unterkünfte verfügte. Im Inneren fanden sie Abfüllanlagen für E-Zigaretten-Liquids mit verschiedenen Fruchtaromen, Verpackungsmaschinen, zahlreiche Bauteile sowie bereits versandfertige Produkte. Ein Teil der Waren befand sich noch in der Herstellung.
Produktionsstätte der Marke „Mabo“

Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um eine Produktionsstätte der E-Zigarettenmarke „Mabo“, die unter Nutzern von E-Zigaretten weit verbreitet ist. Die genaue Menge und der Wert der sichergestellten Gegenstände konnten zunächst noch nicht beziffert werden, da die Inventarisierung andauerte.
Verdächtiger Transport löst Razzia aus

Auslöser der Ermittlungen war die Beobachtung eines Polizeibeamten der Streifenabteilung von Bang Lamung. Dieser bemerkte einen verdächtigen Isuzu D-Max mit geschlossenem Aufbau, der ohne hinteres Kennzeichen das Gelände verließ. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs fanden die Beamten zahlreiche Kartons mit E-Zigaretten. Daraufhin wurden Verstärkungskräfte angefordert und das Lagerhaus durchsucht.
Arbeiter fliehen vor dem Zugriff

Während des Zugriffs flohen zahlreiche ausländische Arbeitskräfte über die Rückseite des Geländes. Die anschließende Durchsuchung bestätigte den Verdacht, dass dort eine vollständig ausgestattete Produktionsanlage für E-Zigaretten betrieben wurde.
Chinesischer Name auf Kofferanhänger

Nach ersten Untersuchungen war das Gelände zuvor für den Anbau von Cannabis genutzt und später zu einer E-Zigarettenfabrik umgebaut worden. In den Büroräumen fanden die Ermittler zudem 39 Stempelkarten von Beschäftigten, überwiegend ausländischen Arbeitskräften. Am Eingang wurden außerdem zwei Koffer mit Fluganhängern entdeckt, von denen einer auf einen chinesischen Staatsangehörigen registriert war.
Suche nach Drahtziehern läuft weiter

Nach Einschätzung der Ermittler liegen die Herstellungskosten einer E-Zigarette der betroffenen Marke bei rund 70 Baht pro Stück. Der Verkaufspreis soll zwischen 300 und 400 Baht liegen. Die Behörden setzen ihre Ermittlungen fort, um die Eigentümer, Beteiligten und finanziellen Hintermänner des Betriebs zu identifizieren. Weitere Informationen sollen nach Abschluss der Untersuchungen bekanntgegeben werden.