DW-Reporter steht in Ankara vor Gericht

Foto: Unsplash
Foto: Unsplash

ANKARA: Der Prozess gegen den inhaftierten Journalisten Alican Uludag startet am Donnerstag in Ankara. Ihm wird unter anderem Präsidentenbeleidigung vorgeworfen - er selbst weist alle Anschuldigungen zurück.

Der Gerichtsprozess gegen den inhaftierten Reporter der Deutschen Welle (DW) Alican Uludag beginnt am Donnerstag (10.00 Uhr Ortszeit) in Ankara. Der Journalist war im Februar verhaftet und anschließend in Untersuchungshaft überstellt worden. Laut der Anklageschrift werden ihm Präsidentenbeleidigung, Verbreitung irreführender Informationen und die Herabwürdigung der Türkei in wiederholten Fällen vorgeworfen. Uludag selbst weist alle Vorwürfe von sich.

Seit mehreren Jahren ist er als Reporter für die Deutsche Welle tätig. Zu seinen Schwerpunkten gehörten laut DW das Justizsystem, Menschenrechtsverletzungen und Korruptionsfälle in der Türkei.

Bundesregierung forderte Freilassung

Nach der Festnahme von Uludag im Februar hatte sich der deutsche Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) zu dem Fall geäußert. «Ich fordere die türkische Regierung auf, dafür zu sorgen, dass Alican Uludag sofort aus der Haft entlassen wird», sagte er der Deutschen Presse-Agentur damals. Journalistische Arbeit sei keine Straftat.

Die Türkei belegt in der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen Platz 163 von 180 Staaten. Ein Großteil der Medien in der Türkei steht unter direkter oder indirekter Kontrolle der Regierung.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.