VILNIUS: Bis 2027 soll eine Brigade der deutschen Bundeswehr in Litauen voll einsatzfähig sein. Dort wird eine Panzerbrigade aufgebaut, die dem Schutz der Nato-Ostflanke dienen soll. Wie das Projekt läuft.
Der Aufbau des deutschen Militärs in Litauen schreitet voran. «Wir sind total im Fahrplan», sagte Brigadegeneral Christoph Huber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in der litauischen Hauptstadt Vilnius.
Im nächsten Jahr seien große Übungen geplant. «Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit der Nato.»
Die deutsche Bundeswehr baut in Litauen die Panzerbrigade 45 auf, die zum verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke dienen soll. Die Brigade wurde als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland eingerichtet und im April formal in Dienst gestellt. Sie soll bis 2027 voll einsatzfähig sein. Geplant ist eine Gesamtstärke von etwa 4.800 Soldaten sowie rund 200 zivilen Mitarbeitern der Bundeswehr.
Inzwischen seien rund 400 Soldatinnen und Soldaten vor Ort, sagte Huber nach einem Austausch mit dem Ministerpräsidenten des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff. «Der Aufbau geht weiter.»
Huber dankte Litauen für die Unterstützung. Das Land habe sich bereiterklärt, die militärische Infrastruktur bereitzustellen. «Das sind vor allem Kasernenanlagen», so der Brigadegeneral. Es gehe aber auch um Unterkünfte sowie Trainingsmöglichkeiten und Lagerkapazitäten. «Und das Gute ist: Litauen ist komplett im Zeitplan.»