Litauen stellt Kabel-Ermittlungen ein

​Schaden lag in Schwedens Zone, Untersuchungen laufen weiter

Unterseekabel wird vor Rostock für den Offshore-Windpark „Baltic 2“ verlegt, der Strom für Hunderttausende Haushalte liefern soll. Archivfoto: epa/Bernd Wuestneck
Unterseekabel wird vor Rostock für den Offshore-Windpark „Baltic 2“ verlegt, der Strom für Hunderttausende Haushalte liefern soll. Archivfoto: epa/Bernd Wuestneck

VILNIUS: Wiederholt sind Unterseekabel in der Ostsee beschädigt worden - darunter zwischen Litauen und Schweden. Die Ursache ist weiter unklar. Die Behörden in Vilnius beenden dennoch ihre Untersuchung. Warum?

In Litauen hat die Generalstaatsanwaltschaft ihre Ermittlungen zu der Beschädigung eines Kommunikationskabels in der Ostsee eingestellt. Die Voruntersuchungen haben ergeben, dass Litauen durch den Vorfall kein Schaden entstanden sei, da er sich der in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens zugetragen habe, wie die Behörde des baltischen EU- und Nato-Landes in Vilnius mitteilte.

Diese Schlussfolgerung sei demnach gezogen worden, nachdem anhand präziser geografischer Koordinaten die genaue Schadensstelle ermittelt worden sei. In Schweden und Finnland liefen die Untersuchungen aber weiter, hieß es in der Mitteilung.

Die Leitung zwischen Litauen und Schweden war im November 2024 beschädigt worden - ebenso wie nur wenig später ein weiteres Kabel zwischen dem finnischen Helsinki und Rostock. Schweden, Finnland und Litauen hatten darauf eine gemeinsame Ermittlungsgruppe gebildet.

In jüngerer Zeit sind immer wieder Schäden an unterseeischen Kabeln und Leitungen in der Ostsee gemeldet worden, bei denen Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte in Verdacht geraten waren. Dabei stand häufiger die Vermutung schwerer Sabotage mit Hilfe von Schiffsankern im Raum.

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