Südkorea ist enger Freund und Partner

Foto: epa/Chung Sung-jun
Foto: epa/Chung Sung-jun

SEOUL (dpa) - Ein zweitägiger Besuch des chinesischen Außenministers Wang Yi nährt in Südkorea die Hoffnungen auf eine weitere Verbesserung der lange Zeit abgekühlten Beziehungen.

Sie erwarte, über Wege sprechen zu können, um die praktische Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Kultur und beim Austausch zwischen den Menschen verbessern zu können, sagte Südkoreas Außenministerin Kang Kyung Wha der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge am Mittwoch bei einem Treffen mit Wang in Seoul. Auch gehe es bei der Kooperation um die Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel.

Es ist der erste Besuch Wangs in Seoul, seitdem Südkorea und die USA vor drei Jahren angesichts der Spannungen im Atomkonflikt mit Nordkorea angekündigt hatten, das US-Raketenabwehrsystem THAAD im Süden der koreanischen Halbinsel zu stationieren. Die Entscheidung und die Aufstellung ein Jahr später hatten die Beziehungen zwischen Seoul und Peking deutlich abkühlen lassen. China sah durch THAAD seine eigenen Sicherheitsinteressen bedroht. Zwar hatten sich Südkorea und Peking seitdem wieder angenähert, doch gilt der Streit als noch nicht restlos gelöst.

Wang sagte an Kang gerichtet, beide Länder seien «enge Nachbarn, Freunde und nicht zuletzt Partner» und müssten zusammenarbeiten, um eine konstruktive Rolle für den Frieden in der Region zu spielen. Yonhap zufolge sprachen beide auch darüber, wie sie dabei kooperieren könnten, um die stockenden Atomverhandlungen zwischen den USA und Nordkorea wieder anzuschieben. Ein Thema waren auch die Vorbereitungen auf ein geplantes Dreier-Treffen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In, Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und dem chinesischen Premierminister Li Keqiang. Das Treffen soll in diesem Monat in China stattfinden.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.