Brite verschanzt sich in seinem Apartment

Foto: thephuketnews/Thaivisa
Foto: thephuketnews/Thaivisa

PHUKET: Springt er oder springt er nicht ist Teil der Geschichte eines Briten, der sich in einem gemieteten Apartment verschanzt hat.

Alle Versuche von Feuerwehr, Polizei und einem Vertreter der britischen Botschaft, den Ausländer zum Aufgeben zu überreden, scheiterten bislang. Dabei scheint der Anlass marginal. Die Vermieterin fordert vom Briten 8.000 Baht, der Mieter will ihr das Geld nicht geben, weil sie ihm keine Quittung ausstellen will. Der in Australien geborene 50-jährige Brite hat die Wohnung seit dem 14. Januar nicht mehr verlassen, und die Vermieterin hat eine förmliche Beschwerde bei der Polizei eingereicht.

Am Sonntag befürchtete die Polizei, der Mann könnte aus dem 9. Stock springen. Deshalb wurde die Feuerwehr alarmiert. Doch der Brite machte weiterhin die Haustür nicht auf. Die Polizei hat wiederholt betont, dass ihr Hauptanliegen das Wohl des Mieters ist. Deshalb will niemand die Tür aufbrechen. „Er könnte ja springen“, sagte Captain Eakkachai Siri von der Touristenpolizei den „Phuket News“. Auch Phukets Gouverneur Phakaphong Tavipatana erschien und ließ sich von Polizeibeamten die Situation erklären. Jetzt wollen die Behörden bis zum 21. Februar warten, dann haben sie die gesetzliche Befugnis, die Wohnung gewaltsam zu betreten.

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Jürgen Franke 05.02.19 22:02
Herr Dong, weil ich die Situation genau so
beurteile wie Sie, hätte ich die Situation, wie beschrieben, beendet, da man nicht sicher sein kann, wie ein, vermutlich kranker Mensch reagiert.
Mike Dong 05.02.19 19:46
Eigentlich unverständlich dieser Kommentar
@Hr.Franke. Es heisst "Gefahr im Verzug" und der Grund warum die Polizei NICHT aufbricht, ist der Schutz eines Lebens, das hat Vorrang, auch wenn es dem Eigentümer und Ihnen nicht passt. Hier muß ein speziell geschulter Mitarbeiter bzw. ein Team ran, wie in einem solchen Fall üblich, denn der Mieter scheint ein psychisches Problem zu haben.
Jürgen Franke 05.02.19 16:06
Eigentlich unverständlich diese Story
Als Eigentümer der Wohnung hätte ich längst die Tür aufbrechen lassen, um zu verhindern, dass dieser "arme Mensch" doch noch springt. Gefahr im Verzuge, nennt man das. Aber offensichtlich haben Polizei und der Gouverneur keine wichtigeren Aufgaben.
Ingo Kerp 05.02.19 13:28
Jetzt wird die Türe nicht aufgebrochen, wegen der Gefahr, das der Brite aus dem Fenster springt. Am 21.02. kann die Türe aufgebrochen werden, weil es dann eine gesetzliche Befugnis gibt. Springt der Brite dann nicht? Thailändische Logik.
Joerg Obermeier 05.02.19 11:31
Knaller
Warum auch immer Vermieterin und Mieter wirklich streiten, aber auch in Thailand gibt es zum Mietrecht Gesetze und Gerichte. Der Knaller aber ist das Töchterchen der Vermieterin. Die hat auf Facebook gepostet "Farangs in Thailand: They brake the rules and the authorities protect them". Frei übersetzt "Farangs in Thailand brechen unsere Regeln und die Autoritäten beschützen sie auch noch". Das erfüllt meines Erachtens den Tatbestand der üblen Nachrede gegenüber allen anderen Farangs und das ist kein Spass in diesem Land. Ansonsten wäre dem Töchterchen und ihrer Mutter mal anzuraten sich über die Gesetze in ihrem eigenen Land etwas schlau zu machen. Dann wüsste sie auch warum ihr selbst die Polizei nicht hilft den Mieter einfach so vor die Türe zu setzen.