Ärzte protestieren gegen Gewalt gegen Demonstranten

Nach Aussage der Demonstranten habe die Polizei chemische Reizstoffe in die Munition ihrer Wasserwerfer untergemischt. Foto: The Nation
Nach Aussage der Demonstranten habe die Polizei chemische Reizstoffe in die Munition ihrer Wasserwerfer untergemischt. Foto: The Nation

BANGKOK: Die Zahl der Ärzte, die eine Petition gegen Gewalt gegen regierungsfeindliche Demonstranten unterzeichnet haben, ist von 386 auf 1.008 gestiegen.

Am Montag gaben die Ärzte eine Erklärung ab, in der sie die polizeiliche Überwachung der Kundgebung vom Freitag (16. Oktober) verurteilten, als Wasserwerfer eingesetzt wurden, um Demonstranten von der Pathumwan-Kreuzung zu entfernen, und ein Krankenwagen während des Transports eines Verletzten blockiert wurde. Das medizinische Personal müsse jede Person unter allen Umständen ohne Diskriminierung behandeln und die Rechte und die Privatsphäre der Patienten schützen, heißt es weiter in der Erklärung.

Die Ärzte fordern, dass die Behörden internationale Vorschriften befolgen und die Anwendung von Gewalt gegen friedliche Proteste einstellen und gleichzeitig sicherstellen, dass Krankenhäuser sichere und neutrale Orte sind.

Internationale Vorschriften verbieten den Einsatz chemischer Reizstoffe gegen friedliche Demonstranten. Die Demonstranten klagten über ein brennendes Gefühl in ihren Augen und auf ihrer Haut, nachdem sie am Freitag von Wasserwerfern getroffen worden waren. Die Regierung sollte internationale Standards beachten und einen Raum für Menschen öffnen, die ihre Meinung äußern wollen, fügten die Ärzte hinzu.

Nach Medienberichten wurden in den letzten drei Tagen 74 Protestführer und Demonstranten von der Polizei festgenommen.

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