Syrien-Friedensgespräche: Neue Runde

 Der UN-Syrien-Vermittler Staffan de Mistura. Foto: epa/Martial Trezzini
Der UN-Syrien-Vermittler Staffan de Mistura. Foto: epa/Martial Trezzini

GENF (dpa) - Die achte Runde der Syrien-Friedensgespräche soll am 28. November in Genf starten. Das kündigte der UN-Syrien-Vermittler Staffan de Mistura am Donnerstag in Genf an. Dabei sollen nach seinen Vorstellungen sowohl ein konkreter Fahrplan für eine neue Verfassung wie auch Vorbereitungen für Wahlen in Syrien vorangebracht werden. de Mistura äußerte sich optimistisch, dass dabei substanzielle Fortschritte erzielt werden können.

Der Bürgerkrieg in Syrien entwickelte sich im März 2011 aus Protesten gegen die Regierung. Seitdem sind nach UN-Angaben mehr als 400.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben worden. Große Teile des Landes sind zerstört.

Die siebte Runde war im Juli zu Ende gegangen. Bislang haben sich die Parteien geweigert, gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Deshalb führte de Mistura getrennte Gespräche mit Vertretern von Regierung und Opposition.

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Leserkommentare

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Zil Zelini 27.10.17 16:17
Der...
Daesh (IS) als "Staat", der ein zusammenhängendes Gebiet kontrolliert, ist weitgehend besiegt. Er kontrolliert keine Grossstadt mehr, sondern nur noch ein kleinere Orte entlang des Euphrat im syrisch-irakischen Grenzgebiet, und auch dort wird er bald vertrieben sein. Jetzt geht es um die Nachkriegsordnung. Das hat schon im Irak mit dem Angriff der irakischen Armee auf Gebiete begonnen, die die Kurden zuvor vom Daesh befreit hatten. In Syrien könnte Ähnliches bevorstehen. Der syrische Staat wird allerdings nur eine nordsyrisch-kurdische Föderation dulden wenn er dazu gezwungen wird. Der Daesh ist besiegt aber der Krieg wird weitergehen, wenn nicht unter Vermittlung von den USA und Russland eine neue Ordnung vereinbart wird.
Hermann Auer 27.10.17 14:32
Der Bürgerkrieg in Syrien ,,,
... entwickelte sich im März 2011 aus Protesten gegen die Regierung. - Wow! Und wer hat wohl die Proteste provoziert und mit welchem Ziel? Wo auch immer der CIA die Finger im Spiel hat, wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Es ging um eine Gaspipeline und nichts anderes.