Schweizer Städte wollen mehr Ausländer

Foto: epa/Peter Klaunzer
Foto: epa/Peter Klaunzer

ZÜRICH (dpa) - Die Schweizer Städte Basel, Genf und Zürich brauchen mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland. Die zuständigen Kantone appellierten am Dienstag an die Regierung, mehr Visa für Fachkräfte aus Drittstaaten außerhalb der Europäischen Union bereitzustellen. Für das ganze Jahr hatte die Regierung landesweit nur 7.500 solcher Visa genehmigt. Die drei Kantone hatten ihre Kontingente aber schon im Frühjahr ausgeschöpft.

Nach einer Volksabstimmung gegen mehr Zuwanderung hatte die Regierung die Zahl solcher Visa reduziert. Die Städte müssten aber um ihre Wettbewerbsfähigkeit fürchten, teilten die Wirtschaftsdirektoren in einem gemeinsamen Schreiben mit. Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitutionen könnten ihre Spitzenkräfte nicht immer in der Schweiz oder in der EU finden. Mangel gebe es etwa in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie, Finanzen und Pharma.

Bevor ausländische Mitarbeiter eingestellt werden können, müssen Firmen und Institute nachweisen, dass auf eine Stellenausschreibung keine passende Bewerbung aus dem Inland oder der EU eingegangen ist.

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Leserkommentare

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Norbert Kurt Leupi 07.09.17 17:46
Masseneinwanderungsinitiative
Geehrter Herr TheO Swisshai . Im Grossen und Ganzen kann ich Ihrem Kommentar zustimmen und auch die Zahlen der Ausländeranteile haben Sie sehr realistisch dargestellt ! Ich aber mache Unterschiede , nämlich was für Ausländer und woher sie kommen ! In Genf z.B. sind viele der Fremden bei der UNO oder bei ausländischen Banken beschäftigt ! In Basel , der Chemie -Stadt , haben wir tausende von Forschern aus aller Herren Ländern , von denen schon einige Nobel-Preise eingeheimscht haben ! In Zürich ,der Lieblingsstadt der Germanen , sind tausende von gut ausgebildeten Deutschen , die zu unserem Bruttosozialprodukt beitragen ! Sonst aber wäre mir am liebsten , nur noch Fachkräfte reinzulassen und den Rest (Wirtschafts-und andere Flüchtlinge ,Sozial-Schmarotzer, Kriminelle etc. ) unserem nördlichen "Wir schaffen das -Land " zu überlassen ! Gerne auch würde ich das Schengen-Abkommen kündigen und die Grenzen wieder überwachen ! Hart-aber Klartext !
Jürgen Franke 07.09.17 13:45
Jeder Leser wird unschwer erkennen, dass ich mit
meinen Zeilen lediglich auf den Redaktionsbericht eingegangen bin. Es wird jedoch niemand daran gehindert, meinen Kommentar als Grundlage für beleidigende Äußerungen zu nehmen.
TheO Swisshai 07.09.17 13:20
Masseneinwanderungsinitiative
Auf den Kommentar von Herr Franke gehe ich nicht weiter ein, da er für Kritik nicht empfänglich ist und keinen Kontakt mit mir wünscht. Nur soviel, einmal mehr ein völliger Unsinn was dieser Herr hier geschrieben hat. Er hat keine Ahnung und glaubt trotzdem, gleich allen Schweizern Ratschläge erteilen zu müssen. Da ist Hopfen und Malz verloren. Leider ist vielen EU-Bürgern nicht bewusst dass die CH, mit der Ausnahme von LUX und MC, den mit Abstand höchsten Ausländeranteil Europas hat. In Genf liegt der Ausländeranteil bei über 48 %, in Basel bei 37 % und in Zürich bei 33 % ! Der Ausländeranteil beträgt in einigen Gemeinden sogar 50% bis 60%. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung der Schweiz beträgt 25 %. So sind z.B. im 2015, allein aus D, rund 75'000 Deutsche in die CH eingewandert. Was sind da schon 7500 Bewilligungen für Einwanderer aus nicht EU/EFTA-Ländern ? Diese tiefe Ansatz an Bewilligungen für Einwanderer aus Drittländern, war nur ein weiteres Entgegenkommen an die EU, zum Vorteil der EU/EFTA-Bürger. Sogar eine Verdopplung dieses Kontingenz, würde den Braten aufs Ganze gesehen nicht mehr feiss machen.
Norbert Kurt Leupi 06.09.17 22:47
Damit ist doch ...Herr JürgenFranke
Geehrter Jürgen ! Also da machen wir schon noch Unterschiede, beim " Empfangen " ! Steuerflüchtlinge oder Gutsituierte werden natürlich nebst grosszügigen Steuergeschenken oder bevorzugter Einbürgerung auch mit offenen Armen empfangen ! Es gab schon welche , die mit Bruderküssen begrüsst wurden oder "Gesuchte" nicht ausgeliefert wurden ! Bei uns werden prominente Individuen noch einzeln betrachtet !
Jürgen Franke 06.09.17 21:23
Damit ist doch der Beweis erbracht, dass diese
Volksabstimmung voll in die Hose gegangen ist. Offensichtlich konnte dem Volk vor der Abstimmung nicht deutlich gemacht werden, dass die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet ist, wenn das Volk dagegen stimmt. Grundsätzlich werden in keinem Land Ausländer mit offenen Armen empfangen.